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Alt 18.06.2017, 10:23   #1
kreuz1968
Sammelschwerpunkt Ringe / Patriotischer Schmuck / Graben-Frontarbeiten
 
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Standard Hülsenboden

Hallo .
Vorab bedanke ich mich bei euch , für eure
Stetige Hilfsbereitschaft.
Was war das mal für eine Hülse ?
D.messer 90mm .
Gruss Lars
Angehängte Grafiken
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Alt 18.06.2017, 11:04   #2
alpini
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es war mal eine 77x230R für die Feldkanone 96 n/A und die Feldkanone 16.

Hergestellt und abgenommen im Hauptlaboratorium Ingolstadt (HL).
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Alt 18.06.2017, 11:13   #3
kreuz1968
Sammelschwerpunkt Ringe / Patriotischer Schmuck / Graben-Frontarbeiten
 
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Zitat:
Zitat von alpini Beitrag anzeigen
es war mal eine 77x230R für die Feldkanone 96 n/A und die Feldkanone 16.

Hergestellt und abgenommen im Hauptlaboratorium Ingolstadt (HL).
Vielen Dank, Top .
GL
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Alt 18.06.2017, 11:45   #4
catweasle
 
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Zitat:
Zitat von alpini Beitrag anzeigen
es war mal eine 77x230R für die Feldkanone 96 n/A und die Feldkanone 16.

Hergestellt und abgenommen im Hauptlaboratorium Ingolstadt (HL).
moinmoin,

sicher?

http://www.kaisersbunker.com/cc/cc02.htm

mfg
catweasle
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Alt 18.06.2017, 15:04   #5
kreuz1968
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Zitat:
Zitat von catweasle Beitrag anzeigen
moinmoin,

sicher?

http://www.kaisersbunker.com/cc/cc02.htm

mfg
catweasle
Hallo.
Danke , für deinen Beitrag sowie den interessanten Link.
Gruss Lars
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Alt 18.06.2017, 23:01   #6
alpini
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Zitat:
Zitat von catweasle Beitrag anzeigen
moinmoin,

sicher?

http://www.kaisersbunker.com/cc/cc02.htm

mfg
catweasle
ja, wobei genau?
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Alt 19.06.2017, 06:46   #7
catweasle
 
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moinmoin,

beim H(aupt)L(laboratorium ingolstadt).

H(aniel) L(uege,düsseldorf), s. link.

mfg
catweasle
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Alt 19.06.2017, 08:38   #8
alpini
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ach, das alte Lied...

"Haniel Luege" ist eine Lüge (Fake News) , welche im Netz immer von einer Webseite zur nächsten übernommen wurde. Wer der Urheber des Schwachsinns ist, lässt sich kaum noch feststellen. In der Liste sind noch mehr solcher Fantasiehersteller enthalten, wie z.B., dass "GG" für Gelsenkirchener Gussstahlwerke steht! In Wirklichkeit ist es die Geschützgießerei Spandau.

Schön erkennen, dass immer ein Seitenbetreiber vom nächsten abgeschrieben hat, kann man daran, dass es eine Firma "Haniel Luege" nie gegeben gegeben hat. Bestenfalls gab es mal "Haniel & Lueg" (Pumpenfabrik/Maschinenbau), diese hat aber niemals Hülsen gefertigt.

Das Hauptlaboratorium Ingolstadt war DER bayrische Staatsbetrieb, welcher zu Friendenszeiten ausschließlicher Hersteller von Artilleriemunition im Königreich Bayern gewesen ist. Auch für Infanteriemunition (Stempel "I") ist der Betrieb sehr bekannt) Für das Königwerk Sachsen gab es einen vergleichbaren Betrieb - die "Artilleriewerkstätten Dresden mit angeschlossenem Feuerwerkslaboratorium Radeberg". Preussen inkl. Thüringen, Mecklenburg und der unzähligen Herzogtümer wurde von den preußischen Staatsbetrieben in Spandau (mit Außenstelle FW-Lab. Plaue) und Siegburg versorgt. Egal wo, durften mit Ausnahme der Patronenfabrik Karlsruhe und Polte (die Ausnahme endete kurz vor Kriegsbeginn) nur die Staatsbetriebe Munition abnehmen und mit dem entsprechendem Stempel versehen (deshalb neben dem großen HL Herstellerstempel der kleinere HL-Abnahmestempel auf der Hülse). Private Hülsenhersteller lieferten immer in den naheliegendsten Staatsbetrieb, wo die Hülsen dann ihren Abnahmestempel bekamen (oder auch nicht). So lieferten z.B. Fr. Neumeyer Nürnberg ebenfalls nach Ingolstadt, die Hasag Leipzig nach Dresden und Polte, Karlsruhe, Rheinmetall, AEG nach Spandau.

Geändert von alpini (19.06.2017 um 08:39 Uhr)
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Alt 19.06.2017, 15:09   #9
catweasle
 
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moinmoin,

interessant. gibts da quellen?

zumindest die gelsenkirchener gussstahlwerke haben es aber auch schon bis in das offizielle mitteilungsblatt der ECRA geschafft (404-4, januar 1999).
geht zurück auf eine notiz des franz. geheimdienstes, veröffentlich 1918 von der imprimerie nationale.

mfg
catweasle
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Alt 20.06.2017, 07:35   #10
alpini
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Zitat:
Zitat von catweasle Beitrag anzeigen
moinmoin,

interessant. gibts da quellen?

zumindest die gelsenkirchener gussstahlwerke haben es aber auch schon bis in das offizielle mitteilungsblatt der ECRA geschafft (404-4, januar 1999).
geht zurück auf eine notiz des franz. geheimdienstes, veröffentlich 1918 von der imprimerie nationale.

mfg
catweasle
Quellen wäre z.B. Kistenetiketten und Etiketten von Patronenverpackungen. Hab jetzt auf die schnelle nur eins für M.71 gefunden: http://forums.gunboards.com/showthre...-would-this-be

Zünderkisten aus Ingolstadt tauchen auch ab und zu auf, irgendwo müsste ich eigentlich noch ein Bild abgespeichert haben, nur wo... Weiterhin gibt es zeitgenössige Artikel, in der die Herstellung von Feldpatronenhülsen im H.L. erwähnt wird. Der beste Beweis ist aber, dass das H.L. als Hersteller und gleichzeitig als Abnahmestempel bis 1918 verwendet wurde - was eben bedeutet, dass H.L. eine staatliche Einrichtung gewesen ist (und da kommen nur eine Hand voll in Frage). Im H.L. wurden neben selbst hergestellten auch Hülsen von Fr. Neumeyer (alle Lose), WMF Geisslingen (alle Lose) und der Patronenfabrik Karlsruhe (wenige Lose) abgenommen. H.L. selbst 1897 die ersten 77x230 produziert.

Noch tollere Quellen liegen im bayrischen Hauptstaatsarchiv - muss man aber Millionär sein, um Kopien davon bezahlen zu können.

Die ganz alten ECRA MTB habe ich leider nicht, aber warum soll es eine Falschinformation nicht da rein geschafft haben? Viele der nicht prüfenden Abschreiber sind auch im ECRA Mitglieder. Die Dokumente von den französischen (Geheim-) Diensten enthalten sehr oft Fehler, vor allem wenn's um die Interpretation von Herstellerstempeln geht ;-) Les fusees allemandes z.B. ist voll von Fehlern und hat wiederum Lücken bei gut bekannten Herstellern.

Geändert von alpini (20.06.2017 um 07:46 Uhr)
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