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Alt 01.10.2007, 22:23   #1
Frank
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Standard Rund ums Tauchen - was brauche ich, usw.

Diskussionen rund ums Tauchen können hier geführt werden ( was brauche ich zum Tauchen, usw. )

Gruß

Fenris
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Hochgeschwindigkeit-Flammspritzen, Plasmabeschichtung, Flammdraht, thermische Oberflächenbeschichtung
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Alt 18.03.2008, 18:47   #2
DirtyDiverDiver
 
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Cool Anfängerfragen



Damit ihr mal einen Einblick habt was euch erwartet, falls ihr das Tauchen erlernen möchtet.
Anfängerfragen

Neugierig auf den Tauchsport, auf das Fliegen mit den Lungenflügeln, auf Fische, Korallen und Delfine? Gut. Das ist eine der besten Voraussetzungen, um mit dem Tauchen zu beginnen. Unter der Wasseroberfläche erwartet Sie eine faszinierende neue Welt mit tausenden Facetten und unendlichen Möglichkeiten. Die Tür zu dieser Welt ist die Tauchausbildung. Wir möchten Ihnen anhand unseres Fragenkatalogs einen umfassenden und vor allem neutralen Wegweiser bieten.

Wer kann tauchen lernen?
Was für Fertigkeiten benötigt ein Taucher?
Was für eine Sportart ist Tauchen?
Ist Tauchen teuer?
Ist Tauchen gefährlich?
Können auch Kinder tauchen?
Kann man Tauchen einfach mal ausprobieren?
Wie läuft die Tauchausbildung ab?
Wo kann man tauchen lernen?


Wer kann Tauchen lernen?

Wenn Sie sich normaler Gesundheit und durchschnittlicher Fitness erfreuen, sind Sie prinzipiell tauchtauglich. Besonders wichtig sind gesunde Atemwege, Ohren und ein intaktes Herz-Kreislauf-System. Für Einführungsveranstaltungen wie Schnuppertauchen reicht in den meisten Fällen eine medizinische Selbstauskunft in Form eines Fragebogens. Wenn Sie einen Anfängerkurs belegen möchten, sollte Ihnen ein Arzt Ihre Tauchtauglichkeit bestätigen. Der Besuch beim Doktor ist auch für kerngesunde und sportliche Anfänger empfohlen und kann leider nicht von der Krankenkasse übernommen werden.
Es können aber auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen abtauchen. Je nach Art einer körperlichen Behinderung oder chronischen Erkrankungen ist eine Tauchtauglichkeit teilweise gegeben.
Die Frage nach der Tauchtauglichkeit ist in solchen Fällen aber immer von einem erfahrenen Tauchmediziner zu klären.


Was für Fertigkeiten benötigt ein Taucher?

Sie müssen weder zwei Minuten lang die Luft anhalten noch die 100 Meter in Rekordzeit schwimmen, um abtauchen zu können. Wenn Sie schwimmen können und sich im Wasser wohl fühlen, sind die wichtigsten Kriterien erfüllt. Ideal ist es auch, wenn Sie bereits begeistert Schnorcheln. Während der theoretischen Ausbildung werden Sie mit grundlegenden physikalischen und medizinischen Fakten konfrontiert – Vorkenntnisse in diesen Bereichen erleichtern den Kurs, sind aber keinesfalls notwendig.


Was für eine Sportart ist Tauchen?

Tauchen hat mit sportlichem Ehrgeiz wenig zu tun. Es geht nicht darum, schneller, besser oder tiefer zu tauchen, sondern ganz allgemein um das Abenteuer Unterwasserwelt. Und auch wenn es keinen Wettkampf gibt, bietet der Sport doch jede Menge Möglichkeiten und Herausforderungen. Vielleicht entdecken Sie schon bald Ihr Faible für Wracks, die Unterwasser-Fotografie oder die Biologie. Oder Sie bilden sich durch Aufbau- und Spezialkurse weiter, um vielleicht einmal Tauchlehrer zu werden. Andere genießen einfach den nonverbalen schwerelosen Spaziergang in der Unterwasserwelt.


Ist Tauchen teuer?

Wer sich zum Tauchkurs auf einen Schlag mit einer kompletten Ausrüstung eindeckt, sollte schon ein wenig Geld mit bringen. Mit rund 700 bis 1000 Euro kann man allein für das Equipment rechnen. Es gibt aber natürlich nach oben hin noch Spielraum.
Das ist aber keinesfalls nötig. Ausrüstung kann man schließlich auch bei jeder Tauchschule leihen. Zudem gibt es auch ein großes Gebraucht-Angebot für gutes Equipment. In der Regel wird für Anfängerkurse die komplette Tauchausrüstung gestellt. Ein solcher Kurs kostet je nach Land und Anbieter zwischen 200 und 400 Euro. Je nachdem, wie häufig und intensiv man taucht, lohnt sich die Anschaffung eigener Ausrüstung, muss aber auch deren Unterhalt mit einkalkulieren. Hier ist vor allem der Atemregler zu nennen. Denn die meisten Hersteller schreiben hier eine jährliche Inspektion beim Fachhandel vor. Generell ist Tauchausrüstung sehr strapazierfähig und haltbar und es ist keine Seltenheit, dass Taucher weit über zehn Jahre ihre Ausrüstung benutzen können, was den auf den ersten Blick hohen Anschaffungspreis wieder relativiert. Wer in ausländischen Urlaubsgebieten abtaucht, muss mit Kosten von rund 20 bis 30 US-Dollar pro Tauchgang rechnen. Es gibt aber auch hier preisliche Ausreißer nach oben oder unten. Zuhause kommt bei eigener Ausrüstung eigentlich nur noch die Flaschenfüllung (rund fünf Euro) und manchmal auch noch eine Gebühr für den See hinzu.


Ist Tauchen gefährlich?

Der Aufenthalt unter Wasser ist realistisch wie statistisch mit sehr wenig Risiken behaftet. Eine gute Ausbildung und Ausrüstung bietet heutzutage auch ein Höchstmaß an Sicherheit. Wenn man sich und seine Ausrüstung fit hält und die Sicherheitsregeln befolgt, kann Tauchen nicht zu den gefährlichen Sportarten gezählt werden. Das Unfallrisiko auf dem Weg zum Tauchplatz ist ganz sicher ungleich höher.


Können auch Kinder tauchen?

Prinzipiell ja. Spezielle Tauchkurse sind schon für Kinder ab zehn Jahren geeignet. Da die Entwicklung von Kindern sehr unterschiedlich ist, kann diese Altersgrenze jedoch nur ein Richtwert sein. Die Eltern sollten zusammen mit dem Tauchlehrer entscheiden, ob ein Kind sowohl körperlich als auch geistig den Anforderungen eines Tauchkurses gewachsen ist. Einem Schnuppertauchgang im flachen Wasser steht auch für die Kleinen so gut wie nichts im Wege. Viele Tauchschulen, die oft mit Kindern zu tun haben und diese auch als Zielgruppe akzeptiert haben, bieten spezielle kindgerechte Angebote. Da gibt es nach dem Schnupperkurs natürlich auch ein richtiges Brevet für die Kleinen.


Kann man Tauchen einfach mal ausprobieren?

Fast jede Tauchschule bietet so genannte Schnuppertauchkurse an. Ein solcher Mini-Kurs dauert insgesamt nur zwei bis drei Stunden und gewährt einen kleinen Einblick. Dabei ist eine kurze Einführung in die Theorie und Praxis des Tauchens. Ein Schnuppertauchgang sollte grundsätzlich in seichten und geschützten Gewässern oder einem Schwimmbad unter der professionellen Anleitung eines Tauchlehrers stattfinden.


Wie läuft die Tauchausbildung ab?

Im Grunde ist der Aufbau der Anfängerausbildung bei allen Verbänden gleich und besteht aus drei Teilen: Theorie, Schwimmbad- und Freiwasserausbildung. Freiwasser bezeichnet typische Tauchgewässer, unterscheidet aber nicht zwischen einem See oder dem Meer. Grundlegende Theoriekenntnisse sind für sicheres Tauchen unerlässlich. Neben Tauchfertigkeiten werden im »trockenen« Teil der Ausbildung auch wichtige Aspekte aus den Bereichen Physik und Medizin unterrichtet. Aber keine Angst, man muss weder Diplomphysiker noch Arzt sein, um hier mitzukommen. Die meisten Tauchschulen benutzen neben den althergebrachten Lehrbüchern auch moderne Präsentationen und Filmbeiträge, um den Lehrstoff möglichst anschaulich (und einfach) zu halten.
In der dank flachem Wasser und guten Sichtweiten einfach kontrollierbaren und sicheren Umgebung eines Schwimmbades werden die praktischen Tauchfertigkeiten ausgiebig geübt. Vom Umgang mit der Ausrüstung über die richtige Schwimmtechnik bis hin zum Training von Notfallszenarien wird hier alles geübt. Erst wenn die grundlegenden Fähigkeiten sitzen und die Schüler sich in der Ausrüstung wohl fühlen, wird die Ausbildung im Freiwasser abgeschlossen.
Im Freiwasser machen Sie Ihre ersten »echten« Tauchgänge, natürlich unter Anleitung und Aufsicht des Tauchlehrers. Die Fertigkeiten, die im Pool bereits geübt wurden, werden hier in realistischer Umgebung vertieft. Nach der theoretischen wie praktischen Prüfung bekommt der Tauchschüler dann natürlich auch noch seinen Tauchschein (Brevet) samt Logbuch, in dem alle Tauchgänge aufgezeichnet werden sollen.


Wo kann man tauchen lernen?

Tauchschulen und –vereine gibt es in jeder größeren Stadt. In Vereinen ist die Ausbildung in der Regel kostenlos, es fallen jedoch die Mitgliedschaftsgebühren an. Die meisten Tauchfachgeschäfte sind auch Tauchschulen und bieten regelmäßig Anfängerkurse an. Der größte Teil der deutschen Taucher wird jedoch mittlerweile im Ausland ausgebildet, denn nahezu überall auf der Welt werden in den Urlaubsorten am Wasser auch Tauchkurse angeboten. Wer in Seen oder den eher trüben deutschen Küstengewässern tauchen möchte, sollte sich auch vor Ort ausbilden lassen. Hat man die ganze Ausbildung in tropisch glasklarem Wasser und dünnem Anzug absolviert, ist man keinesfalls auf die Anforderungen des deutlich kälteren Süßwassers vorbereitet. Wer im kalten Süßwasser bei beschränkten Sichtverhältnissen das Tauchen gelernt hat, kann es allerdings auch im tropischen Meer meist ohne Probleme. Spezifische Dinge wie Strömung, Wellen und das Verhalten auf Schiffen sollten aber in diesem Fall kurz erläutert werden. Wenn Sie ohnehin nur im Urlaub und in warmen Gewässern tauchen wollen, spricht nichts gegen eine Ausbildung in einem Ihrer bevorzugten Urlaubsgebiete. Hier sollten Sie beachten, dass Ihnen ein guter Kurs wenigstens vier Tage des Urlaubs raubt. Daher ist es ratsam, gleich zu Beginn mit dem Tauchkurs anzufangen und länger als eine Woche vor Ort zu sein. Schlechtes Wetter und bewegte See können hier immer für Ausfalltage sorgen. Sollten Sie, wieder zuhause angekommen, auch im Süßwasser abtauchen wollen, ist es ratsam, die ersten Gehversuche mit einem Tauchlehrer ihrer heimischen Tauchbasis zu machen. Und wenn Sie der Tauchvirus richtig befallen hat, werden Sie ihn nie wieder los werden.

Quelle: http://www.scubanova.de/typische-anfangerfragen.html
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Alt 18.03.2008, 18:49   #3
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Standard Ausrüstung

Tauchausrüstung

Unter dem Begriff der Tauchausrüstung fasst man die technischen Komponenten zusammen, die es dem Menschen ermöglichen, sich beim Tauchen an die besonderen Gegebenheiten unter Wasser anzupassen. Es sind dies insbesondere Hilfsmittel zur

Ermöglichung klarer Sicht unter Wasser
Versorgung mit Atemluft
Kälteschutz
Tarierung
Orientierung
Verhinderung gesundheitlicher Schädigung durch den Wasserdruck
Schutz vor Verletzungen durch spitze oder scharfkantige Gegenstände, Steine sowie aquatische Lebensformen wie Korallen
Effektiver Schutz gegen Kontakt mit Quallen
Art und Umfang der verwendeten Geräte variieren dabei mit den Umweltbedingungen und dem beim Tauchen verfolgten Zweck.


Tauchergrundausrüstung :Eine Tauchergrundausrüstung ist die Basisausrüstung (auch ABC-Ausrüstung) für Sporttaucher und Rettungsschwimmer an Freigewässern und besteht aus:
Tauchmaske bzw. Druckausgleichsmaske (oft auch Taucherbrille genannt, was aber falsch ist, da eine Schwimmbrille, so ihre korrekte Bezeichnung, die Nase außen lässt und bei größeren Tiefen unweigerlich die Gefahr eines Barotraumas birgt),
Schnorchel und
Taucherflossen.
Die ABC-Ausrüstung allein ist nur zum Schnorcheln im warmen Wasser geeignet.


Gerätetauchausrüstung
Atemausrüstung: Erste Stufe (rechts außen), Lungenautomat (schwarz), Oktopus (gelb), Finimeter (hier mit Tiefenmesser), Inflatorschlauch für die Weste(oben)Zum Sporttauchen (d. h. Tauchen als Hobby bis max. ca. 40 m Tiefe) werden weitere Ausrüstungsgegenstände benötigt:

Tauchanzug oder Kälteschutzanzug: Das kann ein Nass- (engl. wet suit) oder Halbtrockenanzug (engl. semi-dry suit) aus Neopren oder ein Trockenanzug (engl. dry suit) aus Neopren, Gummi- oder Polyurethanbeschichtetem Textilgewebe sein. Weil die Wassertemperatur meist geringer als die Körpertemperatur ist und Wasser Wärme gut leitet (die Leitfähigkeit von Wasser ist 25-mal höher als Luft), muss der Körper vor Auskühlung geschützt werden. Da 70 % der Körperwärme über den Kopf verloren gehen ist die Verwendung einer Kopfhaube empfehlenswert (entweder separat oder integriert im Tauchanzug).
Tarierweste (auch Jacket; engl. BC (Buoyancy Compensator), BCD (Buoyancy Control Device)): Eine aufblasbare Weste, mit der der Taucher seinen Auftrieb regulieren kann und an der die Druckluftflasche(n) und weitere Ausrüstungsgegenstände befestigt werden.
Bleigewichte (engl. weight (belt)) kompensieren den Auftrieb des Tauchers und des Tauchanzuges und ermöglichen es so dem Taucher abzutauchen. Sie werden meistens an einem Gurt mit verstellbarer Schnalle getragen, können aber auch bei neueren Tarierwesten in speziell dafür vorgesehene, vorne angebrachte Taschen gesteckt werden.
Druckluftflasche (engl. tank): Enthält das komprimierte Atemgas. Das kann Druckluft, Nitrox, Trimix oder bei Kreislaufgeräten (Rebreather) auch reiner Sauerstoff sein. Über ein Absperr-Ventil wird das Atemgas zum Lungenautomaten geleitet.
Lungenautomat (auch Atemregler; engl. regulator): Ein moderner Lungenautomat besteht aus mehreren Komponenten, die miteinander durch Druckschläuche verbunden sind. Die erste Stufe wird am Ventil der Druckluftflasche angeschraubt und reduziert den Flaschendruck auf dem Mitteldruck, der ca. 10 bar über den Umgebungsdruck liegt. Der Flaschendruck kann mit dem Finimeter überwacht werden, das über einen Hochdruckschlauch mit der ersten Stufe verbunden ist. Die zweite Stufe ist über einen Mitteldruckschlauch mit der ersten verbunden. Sie reduziert den Druck auf den Umgebungsdruck und besteht aus einem flachen Gehäuse mit Mundstück und membran- oder kolbengesteuerten Ein- und Ausatmeventilen. Ein bzw. zwei weitere Mitteldruckschläuche (Inflatorschläuche) werden an die Tarierweste bzw. Trockentauchanzug angeschlossen. Mit diesen Inflatorschläuchen kann die Tarierweste zum Tarieren und der Trockentauchanzug zum Kompensieren des steigenden Wasserdrucks bei zunehmender Tiefe aufgeblasen werden.
Finimeter: Misst den Druck in der Pressluftflasche und zeigt den noch verfügbaren Vorrat an Atemgas an.
Tiefenmesser: Ein Messgerät für den Wasserdruck. Weil je 10 m Wassertiefe der Druck um etwa 1 bar zunimmt, kann die Tauchtiefe direkt abgelesen werden.

Weitere Ausrüstungsteile :Tauchcomputer: Der Tauchcomputer zeigt als wichtigste Information an, wie viel Nullzeit dem Taucher noch zur Verfügung steht. Dazu misst er zumindest die Tauchtiefe und die Tauchzeit und errechnet daraus die Stickstoffsättigung im Gewebe des Tauchers, aus der sich die Restnullzeit ergibt. Falls die Nullzeit überschritten wird, zeigt der Computer an, wie lang und in welcher Tiefe der Taucher einen oder mehrere Dekompressionsstopps einlegen muss. Manche Computer zeigen während des Tauchens zusätzlich an, wie lange der Atemgasvorrat noch ausreicht, bevor der Tauchgang beendet werden muss, wobei auch eventuelle Sicherheits- oder Dekompressionsstopps berücksichtigt werden. Um den Flaschendruck zu messen, sind solche Computer über einen Hochdruckschlauch oder einen Sender mit der Pressluftflasche verbunden. Die meisten Computer zeigen nach dem Tauchgang weitere Informationen, wie das Logbuch des Tauchgangs, aktuelle (Rest-)Nullzeiten für verschiedene Tiefen oder Gewebeentsättigungszeiten an.
Dekompressionstabelle (auch "Tauchtabelle"): Wasserfeste Tabelle, aus der sich die Nullzeit in Abhängigkeit von der Tauchtiefe, der Tauchzeit und (bei Wiederholungstauchgängen) der Oberflächenpause ablesen lässt. Sie beruht auf Erfahrungswerten für die Stickstoffsättigung im Gewebe des Tauchers. Auf die Tabelle kann beim Tauchen mit Tauchcomputer verzichtet werden, da der Computer die Restnullzeit direkt anzeigt und im Allgemeinen längere Tauchzeiten ermöglicht, da er das aktuelle Tauchprofil berücksichtigen kann.
Die Taucheruhr ist eine wasserdichte und druckfeste Armbanduhr mit einem verstellbaren Ring (Lünette) um das Zifferblatt, mit dem der Zeitpunkt des Tauchbeginns markiert wird und auf dem die verstrichene Tauchzeit abgelesen werden kann.
Der elektronische Tiefenmesser ist ein digitales Instrument zum ermitteln der Tauchtiefe und der Tauchzeit. Er gibt entgegen dem Tauchcomputer keine Dekompressionsberechnungen wieder.
Tauchkompass: ein wasser- und druckfester Kompass. Wegen der meist geringen Sichtweiten unter Wasser notwendig zur Navigation.
Oktopus: Reserveatemregler am Lungenautomat, der im Notfall vom Tauchpartner (Buddy) verwendet werden kann. Beim Tauchen in kaltem Wasser (<10°C) ist die Verwendung von zwei separaten und getrennt absperrbaren Ersten Stufen zu empfehlen.
Tauchermesser: Ein Messer mit rostfreier Klinge und Schlagplatte am Griff, oft auch mit Säge und Seilschneidern ausgestattet. Das Tauchermesser soll helfen, einen Taucher unter Wasser aus einer Notlage zu befreien, die ihn am Aufsteigen hindert (z.B. Fischernetze). In neuerer Zeit wird das Messer häufig durch eine Schere ersetzt, da sich damit Seile schneller durchtrennen lassen.
Taucherlampe: Weil das Wasser schon in geringer Tiefe die Rot- und Gelbanteile des Lichtes herausfiltert, sieht unter Wasser alles blau aus. Mit der Lampe kann der Taucher sein Beobachtungsobjekt mit dem vollständigen Lichtspektrum beleuchten und so in seiner vollen Farbigkeit sehen. Außerdem wird die Lampe beim Nachttauchen benötigt.
Handschuhe aus Neopren, die besonders beim Tauchen in kaltem Wasser vor verfrühtem Auskühlen schützen.
Füßlinge aus Neopren beim Tauchen mit Nass- und Halbtrockenanzügen.
Signalgeräte: Dazu zählen Signalpfeifen, Blitzlichter, Signalbojen oder Leuchtraketen. In Notfällen kann damit von der Wasseroberfläche aus Hilfe gerufen werden

Quelle: http://www.wikipedia.org
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Geändert von DirtyDiverDiver (24.03.2008 um 20:03 Uhr)
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Alt 18.03.2008, 18:54   #4
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Standard Allgemeines

1. Allgemeines

1.1. Tauchen als Sportart
Beim Tauchen erhöht sich der Umgebungsdruck um ca. 1 bar pro 10 m Wassertiefe. Die Druckänderungen wirken sich im wesentlichen auf die luftgefüllten Körperhöhlen und die Atemgase aus. Weiter spielen Immersion, erhöhte Atemwegswiderstände, kalte und trockene Luft, veränderte Umgebungsbedingungen wie Sichtverhältnisse und fehlender Bodenkontakt, Kälte und unvorhersehbare Anstrengungen eine Rolle. Vorsorgeuntersuchungen für andere Sportarten, auch für das Fliegen, sind deshalb nicht mit der Tauchtauglichkeitsbeurteilung gleichzusetzen.


1.2. Rechtliche Aspekte
Für das Sporttauchen gibt es, im Gegensatz zum Berufstauchen, gegenwärtig keine gesetzlichen Regelungen und keinen Zwang zu ärztlicher Untersuchung. Die ärztliche Vorsorgeuntersuchung für Sporttaucher ist ein konsultativer Akt mit präventivem Charakter. Aus versicherungs- und haftungsrechtlichen Gründen sollte niemand ohne ärztliche Bescheinigung über das Fehlen von gesundheitlichen Bedenken tauchen. Die Aufklärung und eingehende Beratung durch den Arzt sollten mit einem Vermerk festgehalten werden.



1.3. Untersuchungsformulare
Das Untersuchungsformular für die Tauglichkeitsuntersuchung von Sporttauchern (GTÜM e.V. Ausgabe 1992) wurde in Zusammenarbeit mit deutschen Tauchverbänden erarbeitet. Dieses wird durch den Dokumentationsbogen für die Durchführung einer medizinischen Vorsorgeuntersuchung von Sporttauchern nach den Richtlinien der GTÜM e.V. von 1998 ersetzt.
Dieser Vordruck, mit freigestellter eigener Kopfgestaltung, wird allen deutschsprachigen Tauchverbänden zur Übernahme empfohlen. Der Vermerk "nach den Richtlinien der GTÜM e.V. Ausgabe 1998" und das GTÜM-Logo dürfen nur von Ärzten mit der Qualifikation "Tauchmedizin GTÜM" oder "Tauch- und Überdruckmedizin GTÜM" übernommen werden. Muster von Untersuchungsformularen mit individueller Kopfgestaltung sind der GTÜM e.V. zur Genehmigung vorzulegen.







2. Ergänzende Erläuterungen zum Untersuchungsbogen GTÜM e.V. - Ausgabe 1998

2.1. Ärztliche Qualifikation
Der untersuchende Arzt muss mit den besonderen Gefahren der verschiedenen Tauchverfahren (z. B. Mischgastauchen, Höhlen-, Wracktauchen, offene und geschlossene Systeme) vertraut sein, um den Probanden über bestehende Besonderheiten, Risiken und körperliche Voraussetzungen aufklären und beraten zu können. Eine ausreichende Qualifikation für die Beratung ist beispielsweise beim "Taucherarzt GTÜM" gegeben.

Die GTÜM stellt seine Datenbank von "Taucherärzten GTÜM" in Deutschland online zur Verfügung.



2.2. Die Rolle des untersuchenden Arztes
Der Untersuchungsvorgang beinhaltet eine gründliche körperliche Untersuchung.
Die Beurteilung der Psyche ist Bestandteil dieser Untersuchung.
Unter Abwägung der Strahlenbelastung und dem zu erwartenden Nutzen einer radiologischen Thoraxuntersuchung ist ein Röntgen-Thorax bei der Erstuntersuchung nicht obligat. Bei auffälliger Anamnese oder Untersuchungsbefund ist aber eine weitere Diagnostik, z. B. mittels Röntgen und CT, notwendig.

Kann die Tauglichkeit nach den im Teil B des Dokumentationsbogens aufgeführten Untersuchungen nicht vollständig beurteilt werden, ist die Untersuchung entsprechend dem klinischen Bild zu erweitern bzw. die Beurteilung durch Fachärzte oder erfahrene Tauchmediziner einzuholen. Die endgültige Beurteilung liegt beim erstuntersuchenden Arzt.

Bei ehrenamtlich tätigen Tauchlehrern, Wettkämpfern oder bei der Erstuntersuchung kann ebenfalls eine erweiterte Untersuchung erforderlich sein.

Das Ergebnis der Untersuchung soll mit dem Kandidaten, bzw. dessen Erziehungsberechtigten, besprochen werden.



2.3. Beurteilung
Die Beurteilung beinhaltet:

keine gesundheitlichen Bedenken
keine gesundheitlichen Bedenken unter bestimmten Einschränkungen
dauerhafte gesundheitliche Bedenken
Einschränkungen sind generell auszusprechen bei:

Jugendlichen unter 16 Jahren für das Tauchen mit Druckgasgeräten (siehe auch Altersgrenzen)
Behinderungen
Behinderungen liegen bei Kandidaten mit körperlichen Fehlern, Mängeln und Funktionseinschränkungen, sowie Krankheiten, für die eine relative Kontraindikation unter Punkt 3 aufgeführt ist, vor.

Insbesondere von Kandidaten mit eingeschränkter Tauchtauglichkeit muss ein notwendiges Maß an Eigenverantwortlichkeit gefordert werden. Tauchausbilder und ggf. die Tauchpartner sind über die Einschränkungen der Tauchtauglichkeit zu informieren!
Die Einschränkung im Urteil bezieht sich nicht auf bestimmte Tauchgeräte oder Tauchtiefen, sondern auf Tauchbedingungen und Umstände. Diese sind zum Beispiel die Auflagen in Freigewässern nur als Mitglied einer Gruppe unter Leitung eines erfahrenen Tauchers zu tauchen und/oder die Vermeidung besonderer Schwierigkeitsgrade wie Eis- oder Höhlentauchen, Tauchen in starken Strömungen oder ungünstigen Umgebungsverhältnissen.

Die Festsetzung der »Einschränkung« steht im Ermessen des Untersuchers, sollte sich aber an allgemeinen Standards und Richtlinien orientieren.

Die Bescheinigung über das Urteil erfolgt auf einem gesonderten Blatt, beispielsweise auf dem Formblatt der GTÜM e.V., welches jetzt dem Untersuchungsbogen beigefügt ist.



2.4. Altersgrenzen
Im Prinzip gibt es keine Altersgrenzen für den Tauchsport. Für alle Kandidaten ist der medizinische Gesamtaspekt, sowie die geistige und kardiopulmonale Leistungsfähigkeit entscheidend.

Bis zum vollendeten 8. Lebensjahr ist von einer nicht abgeschlossenen Lungenreifung auszugehen. Die körperliche Entwicklung der Jugendlichen verläuft interindividuell variabel. Ab dem vollendeten 16. Lebensjahr ist im allgemeinen von einer uneingeschränkten Tauglichkeit auszugehen.



2.5. Geschlecht
Zwischen Männern und Frauen gibt es für das Tauchen keine relevanten Unterschiede. Eine Ausnahme stellt Schwangerschaft dar. Wegen der Gefahr einer möglichen Fruchtschädigung soll in der Schwangerschaft nicht mit Druckgasgeräten getaucht werden.



2.6. Nachuntersuchungen
Bei unauffälligem Befund sollte nach drei Jahren, bei Alter über 40 Jahren nach einem Jahr, nachuntersucht werden. Bei bestimmten Befunden oder keinen "Bedenken nur unter bestimmten Einschränkungen" können auch kürzere Intervalle festgelegt werden.
Quelle: http://www.gtuem.org/208/Tauchtauglichk ... inien.html
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Geändert von DirtyDiverDiver (18.03.2008 um 21:24 Uhr)
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Alt 18.03.2008, 19:00   #5
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Standard Link zu Suchgeräten

Hier könnt ihr nach einer passenden Unterwassersonde suchen.
http://www.metaldetectorsforless.com...c10/index.html

Ich empfehle das Fisher CZ 21.
Man kann es zu Land und unter Wasser benutzen.



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Geändert von DirtyDiverDiver (18.03.2008 um 19:02 Uhr)
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Alt 18.03.2008, 19:13   #6
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Sporttauchen
Hauptartikel: Sporttauchen
Das Sporttauchen oder auch Hobby-Tauchen hat sich in viele verschiedene Unterbereiche aufgeteilt. Die Unterschiede lassen sich dabei einerseits an der Art und dem Umfang der verwendeten Ausrüstung und andererseits an dem beim Tauchen verfolgten Ziel festmachen.

Apnoetauchen

Hauptartikel: Apnoetauchen
Apnoetauchen ist Tauchen mit angehaltenem Atem ohne Atemluftversorgung. In der Regel verzichtet der Taucher bis auf Maske, Flossen und Anzug auch auf Ausrüstung.

Gerätetauchen


Tauchen


Beim Gerätetauchen verwendet der Taucher eine spezielle Tauchausrüstung, um mit Umgebungsschwierigkeiten zurecht zu kommen. Diese variiert je nach der angestrebten Aufenthaltsdauer, dem dabei verfolgten Zweck und den Umweltbedingungen. Die Luftversorgung erfolgt dabei über ein Drucklufttauchgerät oder Rebreather. Zusätzlich trägt der Gerätetaucher die ABC-Ausrüstung, Tauchanzug, Tarierjacket und Bleigewichte.

Technisches Tauchen

Hauptartikel: Technisches Tauchen
Beim technischen Tauchen (Tec-Diving) verwendet der Taucher Ausrüstungen oder Ausrüstungsteile, die über das beim normalen Sporttauchen übliche Niveau hinausgehen, zum Beispiel Rebreather, Vollgesichtsmasken, redundante Systeme, Backplate mit Harness etc. Die Grenze zum normalen Gerätetauchen sind fließend. Jedoch können technische Taucher ihre Ziele weiter stecken als durchschnittliche Sporttaucher. Beim Freizeittauchen wird in der Regel Pressluft (gereinigte, komprimierte „Oberflächenluft“) verwendet und zumeist nicht, wie manche meinen, reiner Sauerstoff.
In vielen Bereichen des Tec-Diving geht das Tauchprofil über das des normalen Sporttauchens hinaus. Dabei taucht der ausgebildete Tec-Diver in größere Tiefen hinab, als es dem Durchschnittstaucher möglich ist. Dazu verwendet er unter anderem andere Atemgasgemische. In der Regel werden von Tec-Divern bei einem einzigen tiefen Tauchgang mehrere Atemgase verwendet, da diese bei verschiedenen Tiefen verschiedene Vor-und Nachteile mit sich bringen. Das hat zur Folge, das manche Taucher mit bis zu sieben Flaschen gleichzeitig unter Wasser gehen.
Technisches Tauchen erfordert aus zahlreichen Gründen eine besondere Ausbildung sowie spezielle Ausrüstung.

Bergungstauchen

Hauptartikel: Bergungstauchen Bergungstauchen wird in Deutschland durch Spezialeinheiten der Polizei, des Technischen Hilfswerk und Berufsfeuerwehren durchgeführt.

Ziele des Sporttauchens

Im Gegensatz zum Berufstaucher begibt sich der Sporttaucher unter Wasser, um die Welt der Meere, Seen und Flüsse zu betrachten und zu erkunden. Ein Erlebnis eigener Art ist ferner die Schwerelosigkeit unter Wasser. Schließlich bringt das Buddy-System es mit sich, dass Sporttauchen nicht als Wettkampf- sondern als Partnersport betrieben wird. Gleichwohl stellen unterschiedliche Bedingungen besondere Anforderungen an Mensch und Technik, denen mit besonderen Kenntnissen und Ausrüstungen zu begegnen ist.
Zwecks Überblick, hier einige Formen des Sporttauchens:
Eistauchen Als Eistauchen bezeichnet man das Tauchen unter einer geschlossenen Eisdecke. Besondere Gefahren liegen hier vor allem in den Auswirkungen der niedrigen Wassertemperatur auf Taucher und Gerät sowie in der fast völligen Unmöglichkeit, die Einstiegsöffnung ohne Führungsleine wiederzufinden. Historisches Tauchen In letzter Zeit beginnt auch unter Sporttauchern das Interesse an alter Tauchtechnik zu wachsen. Insbesondere Helmtauchgeräte, wie sie zwischen 1900 und 1950 den Stand der Technik darstellten, aber zusehends aus der Berufstaucherei verschwinden, finden hier neue Beachtung. Im Vordergrund steht hier das Erlebnis des Umgangs mit alter Technik, vergleichbar mit der Liebhaberei alter Autos. Höhlentauchen Viele Höhlen sind ganz oder teilweise mit Wasser gefüllt. Es bildet einen besonderen Reiz, diese Höhlen tauchend zu erkunden. Damit verbunden sind jedoch Gefahren eigener Art, insbesondere, Enge, Dunkelheit und die Gefahr, die Orientierung zu verlieren. Da der Höhlentaucher in der Regel keine Möglichkeit hat, in Gefahrensituationen kurzfristig aufzutauchen, muss er über ein besonders hohes Maß an Selbstkontrolle verfügen und auch in technischer Hinsicht vorsorgen. Hierzu dient vor allem ein erheblich größerer Luftvorrat und die Verwendung einer Führungsleine. Orientierungstauchen Beim Orientierungstauchen geht es um schnelles und genaues Tauchen. Diese Wettkampfsportart vereint Elemente des Orientierungslaufes und des Flossenschwimmens. Unterwasserfotografie/Unterwasservideografie Mit speziellen Kameras oder Gehäusen ist es möglich, unter Wasser Foto- und Videoaufnahmen zu machen. Diese findet nicht nur im professionellen Bereich Anwendung, sondern auch im Tauchsport.
Wracktauchen


Wracktauchen Schiffswracks stellen besondere Anziehungspunkte für Taucher dar, einerseits aus Interesse am versunkenen Schiff selbst, außerdem wegen der oft bemerkenswerten Tier- und Pflanzenwelt. Das Wracktauchen hat jedoch ebenfalls eigene Gefahren, namentlich besondere Strömungsverhältnisse, hängengebliebene Fischernetze, hervorstehende scharfe Kanten und, sofern man in das Wrack eindringt, die Gefahr des Hängen- oder Steckenbleibens sowie der Orientierungsverlust.
Umwelt- bzw. Denkmalschutz

Die in den 1950er Jahren beginnende Verbreitung des Tauchsports zog zunächst erhebliche Umweltprobleme nach sich. Insbesondere der Umstand, dass Tauchgeräte bedenkenlos, dafür aber mit großem Erfolg bei der Unterwasserjagd und der Bergung von Altertümern eingesetzt wurden, führte zu erheblichen Schäden in der küstennahen Tier- und Pflanzenwelt sowie zur unwiederbringlichen Zerstörung von archäologischen Fundstätten. Daher haben in den Folgejahren einerseits die staatlichen Behörden mehr oder weniger strenge Schutzvorschriften erlassen oder sogar bestimmte Bereiche für das Tauchen gänzlich gesperrt. Andererseits liegt die Erhaltung einer intakten Umwelt und Fundstätten auch im Interesse der Taucher, da ihre Betrachtung einen besonderen Reiz bei dieser Sportart ausmacht. Entsprechend entwickelten die Tauchorganisationen Verhaltenskodizes und spezielle Kurse, die zu umwelt- und denkmalgerechtem Tauchen befähigen sollen. Dies verhindert zum einen, dass Sporttauchern Gesetzesverstöße unterlaufen, die mit teilweise drastischen Strafen belegt sind. Zum anderen machen sie das Tauchen zu einer Sportart, welche umweltverträglich ist und es ermöglicht, ungeahnte Einblicke in die Unterwasserwelt oder in die Kulturgeschichte zu erhalten.
Umsichtige Sporttaucher können für die Entdeckung archäologischer Fundstätten zuweilen sogar ausgesprochen wertvoll sein, sofern sie nichts verändern und die zuständigen Denkmalschutzbehörden benachrichtigen. Auch beteiligen sich Tauchsportvereine vielfach, wenn es gilt, Gewässer von hineingeworfenen Abfällen zu reinigen.
Zum Schutz von Wracks und Unterwasserruinen wurde 2001 die UNESCO Konvention zum Schutz des Unterwasserkulturerbes geschaffen. Sie regelt die Erhaltung archäologischer Fundstätten vor Ort, das Bedürfnis einer Erlaubnis zum Eingriff in Wracks und die Bergung von Gegenständen und das Verbot ihrer kommerziellen Ausbeutung. Deutschland ist derzeit noch nicht Mitglied der Konvention, da - unbegründete- Bedenken gegen die Regelungen gewisser Hoheitsrechte auf See bestehen.

Tauchen mit Handicap

Auch Menschen mit Behinderung haben mittlerweile vielseitige Möglichkeiten am Sporttauchen teilzuhaben. Das Behindertentauchen ist vor allem in therapeutischem Sinne für körperlich behinderte Menschen gedacht. In letzter Zeit entwickeln sich zunehmend auch Angebote für geistig behinderte Menschen und pädagogische Ansätze für verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche. Gerade in diesen Bereichen findet eine konsequente wissenschaftliche Auseinandersetzung statt, die sich nicht mehr nur mit der Sportart an sich auseinandersetzt, sondern auch psychologische, pädagogische und sogar psychiatrische Fragen angeht. Emotionspsychologische und erlebnispädagogische Untersuchungen zeigen mittlerweile erstaunliche Erfolge und erlauben Rückschlüsse für Menschen mit psychischer bzw. seelischer Behinderung oder einer Lernbehinderung. Neben der wissenschaftlichen Auseinandersetzung kommt es zu einem bemerkenswerten ehrenamtlichen Engagement in diesem Bereich des Tauchsports. Einen wesentlichen Beitrag dazu haben die interessanten Erkenntnisse aus der Tauchpsychologie geleistet.

Berufstauchen

Hauptartikel: Berufstauchen
Das Ausführen gewerblicher Arbeiten unter Wasser ist die Aufgabe der Berufstaucher. Das Tätigkeitsspektrum ist sehr vielfältig, beispielsweise
  • Bauarbeiten, insbesondere Errichtung, Instandhaltung und Abbruch von Wasserbauwerken sowie Bauarbeiten an Land im Grundwasserbereich
  • Überprüfungsarbeiten an Wasserbauwerken, Schiffen, Wasserstraßen, Wracks, Brunnen, Klärwerken etc.
  • Bergungsarbeiten
  • Rettungsarbeiten
  • Aufgaben bei Polizei und Landesverteidigung
Entsprechend breit gestreut ist das Spektrum der Stellen, die Taucher vorhalten oder beauftragen:
Rettungstaucher Rettungskräfte wie Feuerwehr (Feuerwehrtaucher), Österreichische Wasser-Rettung (ÖWR-Einsatztaucher), Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, THW, Wasserwacht und Katastrophenschutz (Rettungstauchen) Öffentlicher Dienst bei Zoll, Polizei und Bundeswasserstraßenverwaltung Bundeswehr bei der Bundeswehr sowohl beim Heer als auch bei der Marine zum Beispiel als Minentaucher, Kampfschwimmer und Pioniertaucher Forschung bei wissenschaftlichen Instituten und ozeanografischen Forschungseinrichtungen als Forschungstaucher/Unterwasserarchäologe Industrie als Industrietaucher im Tiefbau, Anlagenbau oder als Offshore-Taucher (zum Beispiel in der Ölindustrie) Gewerbe gewerbliche Taucher- und Bergungsbetriebe Den Berufstauchern zuzurechnen sind auch die Tauchlehrer, die sich mit der Ausbildung von Sporttauchern befassen. Schließlich verdienen auch die ortskundigen Führer („Guides“) an Tauchbasen ihren Lebensunterhalt damit, tauchende Touristen zu den Sehenswürdigkeiten unter Wasser zu führen.

Gefahren und ihre Abwehr


Spezifische Gefahren des Tauchens

Statistisch gesehen ist Tauchen sicherer als Schwimmen und sicherer als viele Sportarten außerhalb des Wassers. Jede Sportart hat jedoch ihre speziellen Gefahren und potenzielle Risiken, daher ist es notwendig, Tauchkurse zu besuchen.
Beispiele solcher Risiken sind:
  • mögliche technische Probleme wie das Vereisen von Ventilen,
  • unkontrollierter Luftverlust durch Beschädigung des Luftversorgungssystems,
  • Barotraumen durch mangelhaften Druckausgleich bis hin zur
  • Dekompressionserkrankung beim zu schnellem Auftauchen (Dekompression).
Für Sport- und Berufstaucher gelten besondere Verhaltensregeln und klar definierte Sicherheitsstandards, die unbedingt eingehalten werden müssen. Diese ergeben sich aus der Tauchtheorie und Tauchphysik. Wie beim Autofahren ist es wichtig, diese Regeln zu beachten und den gesunden Menschenverstand zu nutzen.
Mit den körperlichen Problemen und Gefahren beim Tauchen befasst sich die Tauchmedizin.

Sicherheits- und Verhaltensregeln

Um Tauchunfälle und Taucherkrankheiten zu vermeiden, sind verschiedene Sicherheits- und Verhaltensregeln einzuhalten. Sie gelten für alle Taucher, ob zivil, militärisch oder im Rettungsdienst. Hier die wichtigsten 16:
  • Halte NIE die Luft an
  • Tauche nie allein und melde Dich ab und an (informiere andere über Deinen Tauchgang)
  • Verwende bei schwierigen Bedingungen eine Sicherung (Sicherungsleine, Buddyleine)
  • Erhöhe die Sicherheit durch Redundanz der Geräte (Reserveautomat, Oktopus etc.)
  • Gewinne durch regelmäßiges Training Sicherheit im Umgang mit Deiner Ausrüstung, überprüfe diese regelmäßig.
  • Tauche stets auf der konservativen Seite und gehe niemals an Deine Grenzen oder die Grenzen Deiner Ausrüstung.
  • Informiere Dich über die lokale Rettungskette und Rettungsmittel (Druckkammer, Taucherarzt) sowie Wetter, Tauchrevier und Besonderheiten
  • Plane Deinen Tauchgang, halte Dich an die Planung und greife die (Luft-)Reserve nur im Notfall an.
  • Tauche nicht, wenn Du dich krank oder unwohl fühlst oder bestimmte Medikamente einnimmst.
  • Rauche niemals unmittelbar vor einem Tauchgang.
  • Fliege nicht innerhalb von 24 Stunden nach einem Tauchgang, bei Deko-Tauchgängen nicht innerhalb von 36 Stunden, bei Deko-Unfällen nur nach Freigabe eines Taucherarztes.
  • Trinke mindestens 24 Stunden vor dem Tauchen keinen Alkohol, nimm niemals Drogen.
  • Entgifte Deinen Körper vor dem Tauchen, trinke viel, stelle ein isotonisches Gleichgewicht her.
  • Verzichte vor dem Tauchen auf schwer verdauliche und blähende Nahrungsmittel.
  • Lasse Dich regelmäßig von einem Taucherarzt untersuchen.
  • Wiederhole vor dem Tauchgang die üblichen Tauchzeichen mit dem Tauchpartner und halte Dich unter Wasser daran
  • Quelle: http://www.wikipedia.org
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Geändert von DirtyDiverDiver (18.03.2008 um 19:16 Uhr)
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Alt 18.03.2008, 19:21   #7
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Tauchanzug

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie




Surfer in einem Nassanzug


Der Tauchanzug schützt den Körper eines Tauchers vor Unterkühlung durch das Wasser.
Der Tauchanzug wurde 1819 von dem deutschen Werkzeug- und Büchsenmacher August Siebe in England erfunden. Die ersten Anzüge waren aus Metall, später wurden sie aus Gummi hergestellt. Der heute gebräuchliche synthetische Nassanzug wurde von den Zwillingen Bob und Bill Meistrell 1953 in Kalifornien entwickelt.
Es wird zwischen Nass-, Halbtrocken- und Trockenanzügen unterschieden.
Eine wichtige Ergänzung sind Handschuhe und Füßlinge aus Neopren.
Inhaltsverzeichnis
Nassanzug oder Feuchtanzug


Neoprenanzug mit wasserdichtem Reißverschluß



kurzer und langer Tauchanzug


Der Nassanzug ist meist aus Neopren oder vergleichbaren Materialien in einer Stärke zwischen 2,5 und 8 mm gefertigt, manchmal mit einem Innenfutter aus Frottee, Nylon oder einem anderen hautfreundlichen Textil. Er ist so geschnitten, dass er hauteng am Körper anliegt. Das Material des Anzugs ist zwar wasserdicht, das Wasser kann aber beim Eintauchen an den Reißverschlüssen, an der Halsöffnung sowie an den Hand- und Fußbünden in den Anzug eindringen und alle Zwischenräume zwischen dem Körper des Tauchers und dem Anzug ausfüllen. Allerdings kann das eingedrungene Wasser durch die Bewegungen des Trägers im Anzug zirkulieren, was für einen Wärmeaustausch mit der Umgebung sorgt. Nassanzüge werden meist in wärmeren Gewässern wie beispielsweise dem Roten Meer oder dem Indischen Ozean genutzt.
Bei einem Nassanzug hängt die Wärmeisolierung nicht nur von der Dicke des Materials, sondern auch von der Passform des Anzugs ab. Je besser der Anzug sitzt, um so weniger kann das Wasser im Inneren zirkulieren und Wärme abtransportieren. Ein ungefütterter Anzug mit einer Innenseite aus Offenzelligem Neopren liegt besser am Körper an und kann die Zirkulation verringern. Maßanfertigungen sind von einigen wenigen Herstellern zu beziehen.
Er ist fast immer als Overall (meist mit langen Ärmeln und Hosenbeinen) ausgeführt und soll verhindern, dass vom Anzug bedeckte Hautstellen direkten Wasserkontakt bekommen. Zusätzlich wirkt das (Gasblasen enthaltende) Neopren als thermischer Isolator, so dass der Körper nicht auskühlt. Durch Kragen, Arm- und Beinabschlüsse, besonders aber durch den Reißverschluss, dringt aber in geringen Mengen Wasser in den Anzug ein. Daher sind Feuchtanzüge für niedrige Wassertemperaturen ungeeignet.
Nassanzüge gibt es in verschiedenen Formen:
  • als einteiligen Tropenanzug zum Tauchen in warmen Gewässern mit einer Neoprenstärke von 2,5 - 3 mm. Der Tropenanzug hat (meist) keine Kopfhaube und kann lange oder kurze Ärmel und Beine haben. In tropischen Gewässern soll der Anzug nicht nur vor Unterkühlung schützen, sondern dient auch als physischer Schutz (z. B. vor Nesseltieren).
  • als Einteiler mit einer Neoprenstärke zwischen 4 und 8 mm. Dieser Anzug hat lange Ärmel und Beine sowie meistens eine angesetzte Kopfhaube. Beim Tauchen in kühleren Gewässern kann er mit einer Neoprenweste ergänzt werden, die den Rumpf des Tauchers mit einer zusätzlichen Neoprenschicht isoliert.
  • als Zweiteiler, bestehend aus einer langen, hochgeschnittenen oder Trägerhose (Long John) und einer langärmligen Jacke (meist) mit angesetzter Kopfhaube - beides mit einer Materialstärke zwischen 5 und 8 mm. Am Rumpf des Tauchers liegen immer zwei Neoprenschichten übereinander, so dass dieser Anzug vor allem für kühlere Gewässer geeignet ist.
Die Vorteile von Nassanzügen sind die relativ geringen Anschaffungskosten und die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten sowohl in tropischen als auch in kühleren Gewässern. Der wichtigste Nachteil ist, dass sich auch in gut sitzenden Anzügen die Wasserzirkulation nie ganz unterbinden lässt. Nassanzüge sind für das Kaltwassertauchen nur bedingt geeignet.
Tarieren: Die Neoprenstärke des Anzugs hat Einfluss auf das Tarieren. Je dicker das Material ist, desto mehr Auftrieb hat es. Dieser Auftrieb muss mit Bleigewichten kompensiert werden. Erschwerend kommt hinzu, dass das Neopren selbst durch den mit der Tiefe zunehmenden Wasserdruck verdichtet wird, so dass sich der Auftrieb mit zunehmendem Umgebungsdruck (sprich: Wassertiefe) verringert. Da das Gewicht des Bleis konstant bleibt, nimmt dann der Abtrieb mit zunehmender Tiefe zu, was durch Tarierfunktionen (Tarierweste, -jacket) kompensiert werden muss.
Zu beachten ist, dass der Feuchtanzug nicht nur von Tauchern, sondern auch von Wellenreitern, Windsurfern, Wasserskifahrern und manchmal auch Schwimmern getragen wird, der Trocken- oder Halbtrockenanzug auch beim Rafting und beim Segeln in unruhigen Gewässern.

Halbtrockenanzug

Der Halbtrockenanzug ist ein einteiliger Anzug aus Neopren mit einer Stärke zwischen 5 mm und 8 mm. Er ist eine Mischform aus Nass- und Trockenanzug. Wie der Trockenanzug hat er an den Ärmeln, an den Füßen und am Gesicht oder Hals (je nach Hersteller) Dichtmanschetten, die das Eindringen von Wasser weitgehend vermeiden aber auch einen Wasseraustausch (keine Zirkulation), sowie einen nur wasserdichten oder auch gasdichten Reißverschluss am Rücken. Die Wärmeisolierung wird wie beim Nassanzug vom Neopren übernommen. Dazu kommen an den Handgelenken und den Knöcheln aufwendige Systeme aus Doppelmanschetten, deren abdichtender Effekt allerdings nur mit dazu exakt passenden Handschuhen und Fußlingen zustande kommt. Der Halbtrockenanzug liegt eng am Körper an und kann nicht, wie der Trockenanzug, zum Tarieren mit Luft gefüllt werden. Wenn trotzdem Wasser in den Anzug eindringt, isoliert er immer noch wie ein Nassanzug.
Der Vorteil des Halbtrockenanzugs ist die bessere Wärmeisolierung gegenüber dem Nassanzug, wodurch er besser zum Kaltwassertauchen geeignet ist (sogar Eistauchen). Sein Nachteil ist der erheblich höhere Preis. Eine Überlegung ist, sich bei solchen Anzügen eine Maßanfertigung machen zu lassen, da Anzüge von der Stange häufig nicht optimal passen. Allerdings können auch die Maßfertigungen, abhängig von der Tagesform des Maßnehmenden, aber auch der herstellenden Firma, ausgesprochen schlecht sitzen. Grade diese "Einzelstücke" haben dann auch oft Mängel, was Nähte oder allgemein die Verarbeitung angeht. Als Alternative besteht die Möglichkeit, Anzüge verschiedener Hersteller zu probieren, da sich die Nenngrößen von Hersteller zu Hersteller unterscheiden können. Der Besuch einer Fachmesse lohnt sich, dort sind dann nahezu alle Hersteller versammelt.

Trockenanzug


Windsurfer in einem Trockenanzug


Der Trockenanzug (im Taucherjargon "Trocki" genannt) ist ein einteiliger Anzug mit wasserdicht angesetzten Füßlingen aus wasser- und luftdichtem Material (früher meist gummierte Textilien, heute diverse synthetische Gummis). Der Anzug wird an den Ärmeln und am Hals mit enganliegenden Latex- oder Glattneoprenmanschetten abgedichtet und hat zum Einsteigen einen wasser- und gasdichten Reißverschluss.
Man unterscheidet Trockenanzüge mit Eigenisolation (Neopren-Trockentauchanzug) und ohne Eigenisolation (Membran-Trockentauchanzug). Letzterer muss selbst keine direkte Wärmeisolierung bieten und kann deshalb aus relativ dünnem Material gefertigt werden, welches an belasteten Stellen weiter gegen Abrieb verstärkt ist. Die Wärmeisolierung wird im weit geschnittenen Anzug durch die untergezogene Kälteschutzbekleidung sichergestellt. Die weiche Bekleidung verhindert weitgehend Druck- und Scheuerstellen an Anzug und Körper.
Der Taucher bleibt im Inneren des Anzugs trocken. Zur Wärmeisolierung des Kopfes wird eine separate oder angesetzte Neoprenkopfhaube gebraucht, alternativ kann ein Leichthelm benutzt werden. An den Händen kommen Nasshandschuhe aus Neopren oder Trockenhandschuhe mit Ringsystem zum Einsatz.
Der Anzug kann mit Pressluft oder zur noch besseren Isolation mit Argon aufgeblasen werden. Dazu verbindet man ihn über einen Inflatorschlauch mit dem Atemregler bzw. einem separaten Druckminderer. An der Schulter oder manchmal auch am meist linken Oberarm befindet sich ein Ventil, über das die Luft aus dem Anzug abgelassen werden kann und auf der Brust das Einlassventil.
Manche Taucher sind der Ansicht, beim Trockentauchen auf die Tarierweste verzichten zu können, weil über den Anzug tariert wird. Dazu eine Überlegung: Ein winziges Leck im Anzug führt dazu, dass der gesamte Trockenanzug innerhalb weniger Minuten volläuft und überhaupt keinen Auftrieb mehr bietet. Bei den Bleimengen, die für einen "Trocki" gebraucht werden, kann das schnell in bedrohliche Situationen führen.
Der Vorteil des Trockenanzuges ist, dass der Taucher kaum mit Wasser in Berührung kommt und bei entsprechender Unterkleidung im Anzug besser vor Kälte geschützt ist als in anderen Tauchanzügen.
Nachteil des Trockenanzuges sind der hohe Auftrieb durch das große Luftvolumen im Anzug, der durch mehr Blei kompensiert werden muss. Außerdem ist das Ausbalancieren der Schwimmlage unter Wasser schwierig, weil die Luft im Anzug zirkulieren kann und sich immer am höchsten Punkt des Anzuges sammelt. Senkt der Taucher den Oberkörper zu weit ab und sammelt sich somit Luft im Bein- und Fußbereich, besteht sogar die Gefahr eines gefährlichen Zwischenfalls falls der Taucher diese Situation nicht mehr in den Griff bekommt. Der Umgang mit einem Trockenanzug sollte deshalb im flachen Wasser solange geübt werden, bis der Taucher solche Situationen zuverlässig vermeiden kann.
Die ersten Trockentauchanzüge wurden mit den klassischen Helmtauchgeräten verwendet. Der Einstieg erfolgte im (gedehnten oder sehr großen) Halsausschnitt, die Luftregelung für Anzug und Atmung befindet sich am Helm. Das Aufblasen eines (gefüllten) Anzuges war aus Sicherheitsgründen oder für eine Dichtigkeitsprüfung durchaus denkbar, die Atmung bei vollaufendem Anzug durch Helm und Versorgungsleitung wenigstens teilweise sichergestellt.

Heißwasseranzüge

Im beruflichen Tauchen eingesetzte Anzüge. Nach Experimenten mit elektrischer Heizung und sogar mit radioaktiven Energiequellen im Rahmen der Entwicklung des Sättigungstauchens und der Unterwasserstationen die Alternative zum traditionellen Trockentauchanzug. Analog zum Nasstauchanzug befindet sich zwischen Taucher und eigentlichem Anzug eine Wasserschicht. Um eine ausreichende, in größeren Tiefen und bei geänderten Gasgemischen höhere Wärmeversorgung zu gewährleisten fließt Heißwasser aus der Versorgungsleitung in den Anzug und wird danach ins freie oder zurück zur Taucherglocke geleitet.

Geschichte


Zwei Taucher in Trockenanzügen, 1935


In tropischen und subtropischen Gebieten gingen die ersten Perlen- und Schwammtaucher ihrer Tätigkeit nackt oder nur im Lendenschurz nach. Auch diese Gewässer sind in größerer Tiefe und bei längerem Aufenthalt empfindlich kühl. Da es sich bei den Tauchern vielfach um Sklaven handelte, wurde dem zumeist wenig Bedeutung beigemessen.
Konrad Kyeser beschreibt um 1405 Taucheranzüge aus Leder zu militärischer Verwendung. Die niedrigeren Wassertemperaturen beispielsweise in Nord- und Ostsee machten es unerlässlich, den Körper vor Wärmeverlust zu schützen. So wurden in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts Taucher in einer Taucherglocke zum Wrack der Vasa hinabgelassen, um die Kanonen zu bergen. Diese trugen lederne Anzüge von minimaler Schutzwirkung, sodass auch sie erbärmlich froren. Gleichwohl waren Leder und Wolle bis Mitte des 19. Jahrhunderts die einzigen zur Verfügung stehenden Stoffe, die Bewegungsfreiheit und (wenn auch geringen) Wärmeschutz boten. Jedoch schützten diese Anzüge ihren Träger etwas vor Verletzungen.
Mit Erfindung der Vulkanisation von Gummi durch Charles Goodyear im Jahre 1839 (patentiert 1844) stand dann ein robustes wasserdichtes Material zur Verfügung. Dieses setzte sich nach und nach durch. Dabei war die isolierende Wirkung des Gummis selbst zu vernachlässigen, aber da der Taucher in dem Anzug weitgehend trocken blieb, konnte er wärmendes Unterzeug aus Wolle tragen.
Neopren® wurde 1930 erfunden. Als Material für Tauchanzüge wurde es 1954 von der Firma Barakuda (sic!) auf dem Markt eingeführt.
Seit einigen Jahren setzt sich für Trockentauchanzüge auch das Material Trilaminat durch.
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Geändert von DirtyDiverDiver (18.03.2008 um 19:27 Uhr)
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Alt 18.03.2008, 19:50   #8
F.Tüschler
 
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Hallo,
geiler Beitrag, super Info´s rund ums Tauchen!

Gruß
Tüschler
F.Tüschler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.03.2008, 20:13   #9
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Ja, da hast ne feine Idee gehabt!!!
Da bleiben eigentlich keine Fragen offen. Und zur Not sind wir ja auch noch da...
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[/CENTER]
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[CENTER]Und am dritten Tag als Gott schon sehr sehr müde war erschuf er[/CENTER]

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Alt 18.03.2008, 21:28   #10
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Handzeichen

Schall kann sich im Wasser gut fortbewegen, doch ist die Verständigung mit Hilfe der menschlichen Stimme ohne elektronische Kommunikationssysteme Unterwasser nicht möglich. Solche Systeme bedürfen besondere Tauchausrüstung wie Vollgesichtsmasken oder Tauchhelme. Die Mehrzahl der Taucher, insbesondere Sporttauchern besitzen solch teure Ausrüstung jedoch nicht. Aus diesem Grund sind sie in der Regel von Tauchzeichen abhängig.
Damit Tauchzeichen etwas nützen müssen sich die Tauchpartner auch im richtigen Moment ansehen. Um die Aufmerksamkeit des Tauchpartners zu erlangen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Beispielsweise ein einfaches "auf die Schulter tippen" oder mit einem metallischem Gegenstand an die Druckluftflasche klopfen.
Im Allgemeinen spricht nichts dagegen an der Oberfläche die selben Signale zu verwenden wie Unterwasser. Die recht kleinen Zeichen sind jedoch schon bei mittlerer Entfernung schnell undeutlich. Sprechen ist logischerweise möglich, doch muss zum sprechen der Lungenautomat oder Schnorchel aus dem Mund genommen werden was beispielsweise bei starkem Wellengang schnell unangenehm wird.
Bis auf wenige Zeichen sind die meisten selbst erklärend.

Pflichtzeichen

Egal welche Tauchorganisation, die folgenden Zeichen stellen ein verbindliches Mindestmaß an Zeichen den ein Taucher sicher beherrschen muss.
Ok? OkOk? Ok (mit Handschuh)Ok? Ok (An der Oberfläche, aus Distanz)Ok? Ok (eine Hand belegt)Irgendetwas stimmt nicht /ProblemHabe keine Luft(Winken mit einem oder beide Arme)
Vorsicht! Nicht zur Begrüßung winken!Notlage, Hilfe!AbtauchenAuftauchenÖffne meine Reserve (veraltet)Bin auf Reserve (veraltet)

Weitere Zeichen

Die folgenden Zeichen sind allgemein gängige Zeichen, bzw. in dieser oder leicht abgewandelter Form von verschiedenen Tauchorganisationen als weitere Zeichen empfohlen.
Prüfe deine LuftStopp, aufhören, bleib dortGefahr!In dieser Tiefe bleibenSchaue dies/jenes/...BootBleib bei, gehe zu deinem PartnerIch friereWiederholeFrage...

Zahlen

Spätestens bei der Frage nach der noch zur Verfügung stehen Luft sind Zahlen notwendig.
102050
(Anfang der Reserve)100
(Halbzeit, da meist mit 200bar Flaschen getaucht wird)200
Die Zahlen 1-9 sind bei Tauchorganisationen leider nicht einheitlich. Dies stellt aber kein Problem dar, da Zahlen im Zusammenhang meist selbsterklärend sind.
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