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Alt 20.09.2011, 21:08   #31
Barthel
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Zitat:
Zitat von enrico Beitrag anzeigen
Nabend . Heute habe ich , endlich , Antwort auf einen teil meiner Fragen Antwort bekommen .

Die meisten der Abzeichen wurden an einem Platz gefunden an dem das Abwrackunternehmen alles versenkt hat was nicht aus Metall war . Grosse Mengen Ausruestung und unmengen Kleinkram . Da bei der Versenkung der Tank getroffen wurde sind grosse Mengen Oel ausgelaufen und alles was dort liegt ist dick damit beschmiert .
Ein weiterer Fundort liegt nahe dem eigendlichen Wrack . Dort wurden und werden Abzeichen , Ausruestung , Uniformen und grosse mengen an Dokumenten geborgen . Diese Sachen liegen in einer 1 bis 1,5 m dicken schicht aus Sand und Oel . Alles dort gefundene ist in sehr gutem Zustand . Selbst einiege Papiere konnten wohl schon gerettet werden ! Das herausholen der Sachen ist allerdings eine Sauerei der Uebelsten Sorte da mann nur in Oelschlamm herumwuehlt .
Und dann das leidiege Thema mit den Kameraden die dort liegen . Wie moegen die wohl aussehen ??????? Dazu habe ich aber bis jetzt keine Infos bekommen .

Ich soll noch mehr Infos bekommen und hoffe auch auf Bilder .
Gruss Enrico
Wie eurone schon sagte - halte uns auf dem Laufendem ,
Gruß Klaus ,
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Alt 21.09.2011, 21:52   #32
enrico
 
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Ich bleib auf jeden fall drann ! Ist aber sehr schwierig ................. .
Gruss Enrico
__________________
Die freude ueber eine gute Qualitaet waehrt laenger als die Freude ueber einen guten Preis !!!! IMMER .
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Alt 21.09.2011, 22:55   #33
Solbakken
 
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Standard Geschichte lebendig erzählt

Zum Thema „Tirpitz“ kann ich auch noch etwas beitragen. Meine Mutter kommt aus Nordnorwegen, deshalb habe ich auch großes Interesse am Thema Krieg in Norwegen. Ein Bruder meiner Mutter wohnt in Tromsö. Er erzählte mir schon vor vielen Jahren immer, wie schön und wie großartig die „Tirpitz“ war. Auf seinem Kamin liegen immer noch einige Stahlbrocken von „Tirpitz“-Granaten. Die hat er mal auf seinen Wanderungen im Gebirge oberhalb von Tromsö gefunden. Die „Tirpitz“ hat beim Probeschießen viele Kilometer weit hinauf in die Berge geschossen.

Und ich hörte bei diesen Geschichten immer mit großem Interesse zu. Z.B. meinte mein Onkel Olav, dass man angeblich bis heute nicht die genaue Formel kennt für die Stahllegierung der „Tirpitz“-Panzerplatten, Marke „Wotan“ von Krupp. Und dass die „Tirpitz“ dummerweise an einer ungeeigneten Stelle im Fjord vor Anker lag, denn die Tirpitz sei so gebaut gewesen, dass sie nicht kentern konnte. Vielmehr konnte sie sich angeblich um die eigene Achse drehen und wieder aufrichten. Weil sie aber zu dicht am Ufer verankert war aus Angst vor englischen Mini U-Booten, blieb sie nach der Bombardierung bei einer Rolle mit den Aufbauten im Meeresgrund stecken. Ich weiß nicht, ob da was dran ist.

Mein Onkel erzählte mir auch, dass die Deutschen am Abend des 11. November 1944 ein großes Fest an Bord der „Tirpitz“ feierten. Dazu kamen auch heimlich viele norwegische Mädchen aus Tromsö, um mitzufeiern. Als am nächsten Tag die Engländer fast 30 riesige „Tall Boy“-Bomben auf die „Tirpitz“ abwarfen und das Schiff kenterte, kamen viel der jungen Frauen nicht mehr nach Hause. Und die Eltern erfuhren erst viel später, dass ihre Töchter an Bord des deutschen Schlachtschiffes umgekommen waren. Oder diese kleine Geschichte: Bis vor wenigen Jahren arbeitet immer noch ein „Tirpitz“-Motor als Antrieb in einem E-Werk in Tromsö, von der Qualität war mein norwegischer Onkel echt begeistert.

Meine Cousine Toril tauchte vor ca. 30 Jahren viele Male runter zur „Tirpitz“. Ich dachte damals immer, da liegt noch das komplette Schiff unter Wasser. Hab erst viel später erfahren, dass dem nicht so ist. Jedenfalls erzählte meine Cousine, da unten liegen noch jede Menge Kleinteile, Kabel und viel Schrott herum. Und ein großes Stahlteil vom Rumpf. Angeblich fehlt aber noch ein kompletter Geschützturm der „Tirpitz“, der wurde bis heute nicht im Fjord gefunden. Aber ich fange deshalb nicht mit Tauchen an. Ich habe selbst noch vor 15 Jahren am Strand von Håkøya, wo die „Tirpitz“ lag, riesige verrostete Metallbojen gesehen, an denen das Schiff verankert war – oder zumindest Ankerketten o.Ä. Außerdem lief man überall auf einer Art dicker rostiger Teppich herum, der aussah wie ein selbstgestrickter Pullover mit zu großen Maschen. Das müssen die Netze zur Abwehr von Mini U-Booten gewesen sein. Aber bei meinem letzten Besuch vor 3 Jahren war alles weg – wahrscheinlich komplett zusammengerostet. Lediglich eine Stahlplatte steht etwas oberhalb des Strands als Monument zur Erinnerung an die Versenkung der „Tirpitz“ – und direkt daneben ein großer Picknick-Tisch! Und ein großer Bombentrichter voller Wasser gibt’s auch noch zu sehen. Auch eine der langen hölzernen Arbeitsplattformen sind noch im Fjord verankert. Ich muss mal die Fotos ‘raussuchen, dann kann ich das euch zeigen.

Zum Thema der toten deutschen Marinesoldaten weiß ich Folgendes: Der Staat Norwegen verkaufte – in diesem Falle wohl unrechtmäßig, da Deutschland immer noch Eigentümer ist – das Wrack der „Tirpitz“ 1947 an das norwegische Abwrackunternehmen „Einar Høvding Skipsophugging“ für 120.000 norwegische Kronen. Der Preis war lächerlich gering, denn alleine die Generatoren und Motoren, seltene Metalle, Kabel usw. waren ein Vielfaches wert. Bis auf die Schiffschrauben aus Bronze, die hatte das deutsche Militär noch vor Kriegsende demontiert und abgeholt. Was aus denen wurde, kann ich leider nicht sagen. Die 30-cm dicken Panzerstahlplatten wurden teilweise mit Dynamit herausgesprengt und an Bofors nach Schweden verkauft sowie an irgendeine Firma in Spanien. Außerdem erhielt der Nagelhersteller Kristiania in Oslo Eisenschrott und Stahl von der „Tirpitz“. Das Letzte, was man vom „Tirpitz“-Wrack entfernte, waren die acht 38-cm Geschütze – alle waren übrigens noch geladen! Von deutscher Seite wurden nach Kriegsende mehr als 800 Besatzungsmitglieder offiziell als „auf See geblieben“ erklärt. Die meisten dieser Toten lagen irgendwo in der Nähe des Wracks, als die Abbrucharbeiten begannen. Was dann mit ihnen geschah, wurde in Norwegen lange verschwiegen. Es gibt aber Augenzeugenberichte, dass man viele der sterblichen Überreste deutscher Matrosen, die man am Anfang der Abbrucharbeiten überall im Schiff fand, zusammen mit Wrackteilen etwas weiter weg von der Stelle einfach im Meer versenkte. Erst als ein Pfarrer aus Tromsö gegen diese Praxis scharf protestierte, hörte man anscheinend im Sommer 1947 damit auf. Ein Teil der geborgenen toten deutschen Soldaten sind heute auf dem deutschen Kriegsgräberfriedhof Botnen in Rognan beerdigt, ein paar andere liegen auf dem Kriegsgräberfriedhof Narvik. Wo die restlichen Toten geblieben sind, weiß man nicht.

Hier gibt’s ein paar Fotos vom Wrack: http://www.bobhenneman.info/Tirpitzwreck.htm
Angehängte Grafiken
Dateityp: gif tripiz senke t, sett fra land.gif (125.5 KB, 344x aufgerufen)
Dateityp: gif tirpiz hugges av hovding.gif (188.8 KB, 361x aufgerufen)
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Suche alles zum 1. Badischen Leibgrenadier-Regiment Nr. 109 aus Karlsruhe.
Speziell zur Einheit meines Urgroßvaters Leo Fütterer (12. Kompanie 1. Badisches Leibgrenadier-Regiment Nr. 109 aus Karlsruhe, Dienstzeit 1897-99).
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Alt 22.09.2011, 09:03   #34
GraveDigger
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Zitat:
Zitat von Gefr. Asch Beitrag anzeigen
Der direkteste Weg wäre es wohl, den Bundestagsabgeordneten deines Wahlkreises einmal direkt anzumailen, ob er das Thema nicht auf die Tagesordnung bringen kann (Wobei das in Ost-Berlin wohl wegen der pol. Ausrichtung ein Problem werden wird).
Das wird keinen dieser "Volksmaden" interessieren, weil man mit solchen Themen weder Wählerstimmen fangen noch Geld machen kann. Außerdemes gab es viel schlimmere Sachen norwegischerseits, als den Umgang mit den Toten der Tirpitz - der Umgang mit lebenden "Deutschnachkommen" nach dem Krieg

Zitat:
ls Tyskerbarna („Deutschenkinder“) oder Krigsbarna („Kriegskinder“), auch Tyskerunger werden in Norwegen die während der deutschen Besetzung des Landes im Zweiten Weltkrieg zwischen 1940 und 1945 von Deutschen und Österreichern (darunter vielen Gebirgsjägern) mit Norwegerinnen gezeugten Besatzungskinder bezeichnet.

Ihre Mütter bezeichnete man in Norwegen mit dem Schimpfwort Tyskertøs („Deutschenflittchen“).
Nach Schätzungen wurden bis zu 12.000 Kinder gezeugt. 8.000 davon wurden im Rahmen des Lebensborn-Programmes gezeugt. Die Nationalsozialisten hatten eigens acht Lebensborn-Heime in Norwegen errichten lassen (ein neuntes ging nicht mehr in Betrieb), so viele wie in keinem anderen Land außerhalb des sogenannten deutschen Altreiches, weil ihnen Norwegerinnen für die „Aufnordung“ des „germanischen Blutes“ entsprechend ihrer Rassenideologie am geeignetsten erschienen.
Eine der bekanntesten Tyskerbarn ist die in Norwegen geborene und in Schweden aufgewachsene Sängerin der Popgruppe ABBA Anni-Frid Lyngstad.

1945 erwog eine "Kriegskinderkommission", alle "Kriegskinder" nach Australien zu verfrachten. Eine Ärztekommission kam zu dem Ergebnis, dass diese Personengruppe "minderwertige Gene" habe, von denen eine permanente Gefahr für die norwegische Gesellschaft ausgehen könnte.

Nach dem Krieg wurden vor allem in Norwegen eine große Anzahl dieser Kinder misshandelt, sexuell missbraucht, psychiatrisiert und zwangsadoptiert, was nicht wenige in den Suizid getrieben hat.

In Norwegen attestierte ein Oberarzt allen „Deutschkindern“ aus den Lebensbornheimen nach Ende der Okkupation kollektiv die Diagnose „schwachsinnig und abweichlerisches Verhalten“. Die Begründung: Frauen, die mit Deutschen fraternisiert hätten, seien im allgemeinen „schwach begabte und asoziale Psychopathen, zum Teil hochgradig schwachsinnig“.


Es sei davon auszugehen, dass ihre Kinder dies geerbt hätten. „Vater ist Deutscher“ genügte zur Einweisung. Teilweise waren sie auch medizinischen Versuchen mit LSD und anderen Rauschgiften ausgesetzt. Ihre Ausweispapiere wurden vernichtet, gefälscht oder bis 1986 als „Geheimmaterial“ zurückgehalten.

1959 zahlte die Bundesrepublik Deutschland im Rahmen der Wiedergutmachungspolitik für diese Kinder 50 Millionen Mark an Norwegen. Bei den Betroffenen kam nichts davon an; der Verbleib der Gelder ist bis heute ungeklärt.

Zitat Ende
Quelle: Tyskerbarn

Das hat nie irgendeine deutsche Regierung/Partei interessiert !!!
In meinen Augen wurde hier das Gleiche gemacht was deutscherseits damals mit gewissen Bevölkerungsgruppen wie Juden und Sinti und Roma gemacht wurde.

Nur, das es keinen interessiert, keiner zur Verantwortung gezogen wurde und niemand eine Entschädigung zahlen muß

Zweierlei Maß und Recht, man fragt sich nur warum - weil es Deutsche sind ?

Aber egal, eines ist sicher, es wird keinen unserer Volksvertreter interessieren...

GG
__________________
+ + + LERNEN durch SCHMERZEN + + +

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Neue deutsche Mathematik: 2 + 2 = 5 ! was 4 ? 4 ist populistisch, relativierend, rassistisch und volksverhetzend
2 + 2 = 5 !!! alles andere ist alternativlos
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Geändert von GraveDigger (22.09.2011 um 09:04 Uhr)
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Alt 22.09.2011, 09:28   #35
enrico
 
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hallo . Leider ist das alles richtig was ihr schreibt . Aber bitte last uns beim thema bleiben . Es waere schade wen es wegen zu starken politikanteil geschlossen wird !
__________________
Die freude ueber eine gute Qualitaet waehrt laenger als die Freude ueber einen guten Preis !!!! IMMER .
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Alt 22.09.2011, 09:37   #36
Schlendrian
 
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Zitat:
Zitat von enrico Beitrag anzeigen
hallo . Leider ist das alles richtig was ihr schreibt . Aber bitte last uns beim thema bleiben . Es waere schade wen es wegen zu starken politikanteil geschlossen wird !
Tja, wo Tino Recht hat, hat er Recht ! Und auch wer den Umgang mit den toten deutschen Marinesoldaten kritisiert begibt sich auf politisches Glatteis, von daher ist der Hinweis von Tino nicht mehr oder weniger politisch......
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Alt 29.09.2011, 11:00   #37
Penz
 
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Danke @Solbakken

für den recht interessanten Beitrag ! Der Verbleib der Deutschen Schiffe ist für mich sehr interessant...wen man bedenkt wie viele Uboote noch nicht entdeckt wurden ?!

Gruß PenZ
Penz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.02.2012, 02:33   #38
jolly roggers
 
Registriert seit: 08.11.2005
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Da das Thema schon ein paar Monate stockt , wollte ich mal fragen ob es denn schon was neues gibt und evtl. Neue Bilder des Hortfundes!?
Gruß Jolly
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Alt 03.03.2012, 21:15   #39
enrico
 
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dieses teil ist jetzt verkauft worden . Es sind auch wieder funde gemacht worden , die bilder bekomme ich aber nicht hochgeladen !
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg tirpitz funn selg1.jpg (105.7 KB, 486x aufgerufen)
Dateityp: jpg tirpitz funn2.jpg (96.3 KB, 261x aufgerufen)
Dateityp: jpg tirpitz funn3.jpg (125.1 KB, 656x aufgerufen)
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Alt 04.03.2012, 00:04   #40
sebiunger
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Wo ist das verkauft worden ? und um wieviel ?
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