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Alt 01.12.2017, 12:43   #11
Evelipp
 
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könnte ein Mod diesen Beitrag bitte in die bis 1918 Kopfbedeckungsrubrik verschieben?
Da passt er eher hin und ich finde vielleicht ein paar Infos zu diesem Helmtyp

Danke
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Alt 06.12.2017, 23:00   #12
Evelipp
 
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Es handelt sich hier um einen der seltensten Helmen überhaupt welche jemals im Feldeinsatz erprobt wurden..

We hat schon mal soeinen gesehen?
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Alt 07.12.2017, 03:06   #13
Kloss
 
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Glückwunsch !

Ist der Helm aus Blech oder Stahl wie ein Stahlhelm ? .
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Alt 07.12.2017, 06:04   #14
Evelipp
 
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Der Helm ist aus Stahl
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Alt 07.12.2017, 20:30   #15
Evelipp
 
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hier einige Bilder mehr von dem schönen Helm..

Mit einem intressanten Link zu weiteren Varianten des Types.

http://world-war-helmets.com/fiche.p...-Suisse-Mle-18
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Alt 08.12.2017, 17:54   #16
Kloss
 
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Wie weit wurden die schon eingeführt , die Produktion vortgeschritten ? .

Die Schweißnaht /zweiteillige Konstrution irritiert bei einem Stahlhelm .
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Alt 08.12.2017, 17:59   #17
Simson9,3
 
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Na nach 5 Jahren!!!

Glückwunsch!

Aber Vorsicht mit der Uniform
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Alt 08.12.2017, 18:47   #18
Evelipp
 
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Hier eine kurze Erläuterung welche ich aus einigen Informationen und Zeitungsartikel zusammengeschustert habe...

Es beleuchtet den Werdegang dieses Types ziemlich genau.

Die anfänglich gezeigte Postkarte mit Treytorrens de Loys abbild ist dieses im Text erwähnte Bild .


Der Bundesrat hat heute Morgen das Helmprojekt der Armee für das Modell Eplattenier angenommen, wie die Bekanntmachung der welschen Zeitung "Feuille d’Avis de Lausanne" in seiner Ausgabe vom 5. Januar 1917 verkündet, beginnt in Kürze die Produktion von 200.000 Helmen.

Die Uniformierung der Schweizer Soldaten 1914 besteht aus der Uniform und der Kappe des Modells 1888, diese besteht aus Filz, Leder und dem Stoffpompon welcher die Truppenzugehörigkeit kennzeichnet.

Einige Offiziere sind bestrebt die Köpfe ihrer Männer besser und effektiver zu schützen,sie schlagen die Ablösung der Kappe durch einen Stahlhelm vor, aber die Mühlen mahlen langsam.
Kommandant der zweiten Division, der Oberst Treytorrens de Loys -ein Waadtländer mit Jahrgang 1857- nimmt die Dinge im Jahre 1916 in die Hand, und übergibt das Projekt an den Maler und Bildhauer Charles L'Eplattenier aus Neuchâtel (1874-1946(bei einem Unglück verstorben)), welcher sich bereits einen Namen gemacht hatte in der Schaffung patriotischen Fresken im Schloss von Colombier (Neuenburg).

Effektiv und ästhetisch sollte er sein.

Die Spezifikationen sind sehr präzise: abgerundete Formen, Belüftung, Leichtigkeit, Schutz des Halses, Schläfen, Augen und Gesicht.
Charles L`Eplattenier entwirft Zeichnungen, Modelle und Varianten, die er den Spezialisten vorlegt. Für ihn muss der Stahlhelm wirksam sein, ohne die Ästhetik zu vernachlässigen. Sein Helm wird durch fliessende Linien, einem großen Schweizer Kreuz auf der Vorderseite, und frechen Vorstössen an den Seiten gekennzeichnet, durchbohrt mit zwei Öffnungen, damit daran ein Visier befestigt werden kann.

"Er konnte ihm eine Linie geben, die sowohl martialisch als auch eine Leichtigkeit aufweist"

Sein Gewicht betrug etwa 900 Gramm,seine Kosten mussten niedriger sein als die der Kappe, die als ineffizient betrachtet wurde.
Die Zeitung "Feuille d’Avis de Lausanne"gab folgenden Kommentar zu den Entwürfen: "Er wusste, wie man ihm eine Linie zugleich martialisch und leicht gibt".
Zweihundert Exemplare werden angefertigt und zu Testzwecken den Soldaten der Zweiten Division übergeben.

Ziemlich stolz, der Hauptfederführer für diese Innovation zu sein, wird Loys mit der großartigen Kopfbedeckung fotografiert.
die guten Ergebnisse der Feldversuche und die positiven Prognosen des Berichts des Chefs der General-Adjutantur sind ausschlaggebend das der Bundesrat in seiner Sitzung vom 5. Februar 1917 der Produktion zustimmt.
Er sieht 168.000 Helme für die Infanterie, 7000 für die Kavallerie, die Artillerie soll 12.000 Stück bekommen, 8000 für die Genietruppen und 5.000 für die Festungstruppen, zu einem Preis von 10 Franken pro Stück.

Zum Leidwesen von L'Eplattenier werden die Helme nicht wie geplant in Serie gefertigt.
Warum?
Die Elemente und der Stand der Technik spielen gegen ihn.

Zuerst mal das Material: -In der Mitte des Krieges hat die Schweiz - vorbehaltlich der Doppelblockade der Kriegführenden - kein 0,7 mm Stahlblech.
Unmöglich zu formen: -Während auf die Ankunft des Materials gewartet wird,welches in geringen Mengen von England gesandt wird,werden die Formen für die Helmhälften und die Arbeitsschritte vorbereitet und geplant.
Für eine effektive Massenproduktion tauchen gravierende Probleme auf,zum Beispiel sind diese "leichten Linien" nicht so einfach in das Stahlblech zu treiben,auch das zusammenschweissen der beiden Helmhälften ist arbeitsintensiver als gedacht.Es wurde alles sehr kompliziert.

Der Todesstoss für das Projekt L`Epplatenier war der plötzliche Tod des Schutzpatrons Divisionär Treytorrens de Loys,welcher unverhofft am 4. September 1917 im Dienst verstarb.

Das Projekt L`Epplatenier war gescheitert.

Jetz tauchten Konkurrenten und Gegner aus dem Schatten welche sich vorallem aus Kappenherstellern und germanophilen Offizieren zusammensetzten.
Welche ein "welsches" französischsprachig lastiges Projekt mit argwohn beobachtet haben.

Ein effektives Konkurrenzprojekt eines Oberst Imboden übernimmt die Spitze des Rennens um den schweizerischen Stahlhelm.
Imbodens Idee ist eine Mischung aus dem deutschen M16 Stahlhelm und dem amerikanischen Modell 5 Versuchshelm,der M18.

Diese Version gefiel der schweizerischen Rüstung sehr gut.

Der Entscheid war gefallen.






Das Militärdepartement informierte im Oktober 1917 L'Eplattenier über seine Entscheidung, sein Werk war gestorben.

Eine Kontroverse bricht aus. Einige Zeitungen kritisieren den technischen Dienst der Armee, weil sie ein typisch schweizerisches Kunstobjekt ablehnen, um dem Vorbild unserer großen Nachbarn im Norden nachzueifern.

"Eine Interessen- und Vorbehaltskoalition hat es geschafft, einige hochrangige Persönlichkeiten zu umgehen", schreibt die Feuille de Lausanne und nimmt Stellung zu La Liberté de Fribourg. Als der Bundesrat im Februar 1918 endgültig den Helm von Oberst Imboden, dem "Modell 18" mit seinen charakteristischen Flügeln, adoptierte, schrieb die Tribune de Lausanne: "Wenn der Schweizer Helm nicht im engeren Sinne"nachempfunden"wurde sieht er dem deutschen Helm sehr ähnlich!"



Charles L`Eplattenier wird sich mit einer Entschädigung von 22.000 Franken trösten. Das Käppi verschwindet aus dem Inventar der Armee , wenn der Vorrat aufgebraucht ist. Und der Helm "M18" wird eine große Karriere machen, da er mehr als 600.000 mal hergestellt wird und bis zum ... Jahre 1975 von unseren Truppen getragen worden ist.
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Geändert von Evelipp (08.12.2017 um 18:47 Uhr)
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