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Alt 20.04.2017, 10:22   #1
Freund alter Sachen
 
Registriert seit: 03.11.2015
Ort: Dortmund
Beiträge: 21
Standard Erbeutung Enigma, Presse

Hallo Zusammen,

Ich habe heute einen Leserbrief eines Zeitzeugen entdeckt. Bevor die Info verloren ist, poste ich mal den ungeprüften Leserbrief:

Westfalenblatt, 19.4.2017

"Zum Bericht »Code-Knacker« vom 8. April:
Ihren Artikel habe ich mit großem Interesse gelesen, war ich doch selbst ein sogenannter Schlüsselgast, der mit dem Enigma-Gerät (Marinedeutsch: Schlüssel M) an Bord des schweren Kreuzers »Admiral Hipper» die eingehenden Funksprüche bearbeiten musste. Meines Wissens hatte das Gerät zunächst vier Walzen, die später auf fünf Walzen erhöht wurden.
Die Frage war: Wie konnten die Engländer den Enigma-Code überhaupt knacken, was selbst die deutsche Seekriegsleitung für unmöglich erachtete? Wie so oft, werden in Kriegs- und Nach- kriegszeiten wirkliche Tatsachen verschwiegen. Fest steht, dass das U-Boot 110, Kdt. Kptl. F. J. Lemp,
nach Versenkungserfolgen an dem englischen Geleitzug OB-318 von einer Korvette gesichtet und zusammen mit den englischen Zer- störern »Broadway« und »Bulldog« durch Wasserbombern derart beschädigt wurde, dass es zum Auftauchen gezwungen wurde. Kptl. Lemp befahl der Besatzung das sofortige Verlassen des Bootes, das trotz der Beschädigungen aber nicht unterging. Cdr. A. J. Baker-Cresswell, der Kdt. des Zerstörers »Bulldog«, wollte zunächst das Boot rammen, entschied sich dann aber zu Aufbringung und Schleppversuchen. Er schickte ein bewaffnetes Prisenkommando auf das dümpelnde Boot und hielt die ausgestiegene Besatzung im Wasser unter Dauerbeschuss mit 15 toten Seeleuten. Die Leute vom Prisenkommando erkletterten das Boot und erbeuteten unter Lebensgefahr Seekarten, geheime Dokumente und Tabellen, dazu eine vollständige Enigma mit Geheimschlüsseln. Weil man es für eine Schreibmaschine hielt, hätte man das Gerät fast über Bord geworfen. Bei dem Ausstieg der U- Bootsbesatzung hat der Funker des Bootes Kplt. Lemp noch auf die Geheimsachen aufmerksam gemacht, doch der dachte, sein Boot gehe unter.
Als das nicht geschah, versuchte Lemp nochmals aufs Boot zu kommen und wurde dabei erschossen. Unter strengster Geheimhaltung hat man dann in England mehrere Monate gebraucht um den Enigma-Code zu knacken, der durch die Auswertung den U-Booten große Verluste brachte.
WILHELM SCHLÄGER, 32257 Bünde"
Freund alter Sachen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.04.2017, 16:44   #2
Husar
MFF Experte für Militärluftfahrtgeschichte sowie Uniformkunde
 
Benutzerbild von Husar
 
Registriert seit: 06.05.2003
Beiträge: 1,639
Standard

Molien,
hatte nicht schon die polnische Armee Enigma Maschinen im Einsatz?
h-
Husar ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Stichworte
admiral hipper, enigma, u-boot

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