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Alt 11.09.2013, 15:17   #1
Andy63
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Standard Die sagenhaften Schätze des Seeräuber-Wracks

Die sagenhaften Schätze des Seeräuber-Wracks

Mit Gold und Juwelen an Bord sank die "Whydah" 1717 vor der Küste Neuenglands. Die Kostbarkeiten des Seeräuber-Schiffes wurden bis heute nicht vollständig gehoben, immer neue Preziosen tauchen auf.
Zitat:
Es sollte die letzte Expedition vor dem Winter sein. Schatztaucher Barry Clifford fuhr Anfang September noch einmal zum Wrack des legendären Piratenschiffes "Whydah" vor der Küste des US-Bundesstaat Massachusetts. Es herrschte dichter Nebel, dann kam auch noch Wind auf. Binnen einer Stunde wollte Clifford mit seiner Crew zum Hafen zurück fahren. Nur noch ein letzter Tauchgang hinunter zur "Whydah".
Clifford steuerte an eine Stelle, die er nie zuvor erforscht hatte. Und dort fand er, was er sich erhofft hatte: Hinweise auf weitere, noch unentdeckte Schätze. Bis zu 400.000 Münzen könnten in der Nähe von Cape Cod noch auf dem Meeresboden liegen.
Nun plant der Meeresarchäologe für diesen Herbst eine weitere Expedition zur "Whydah", dem einzigen offiziellen Seeräuber-Wrack in US-Gewässern: "Ich kann es kaum erwarten."

Sagenhafte Schätze von 50 Schiffen


Das Schiff wurde 1716 als Sklaventransporter gebaut und im Februar 1717 von Piratenkapitän "Black Sam" Bellamy gekapert. Zwei Monate später ging es in einem heftigen Sturm 400 Meter vor der Küste Neuenglands unter, nahe Wellfleet. Von den 146 Mann an Bord überlebten nur zwei. Und versunken waren auch sagenhafte Schätze von 50 Schiffen, die Bellamy geplündert hatte.
1984 entdeckte Clifford die Überreste der "Whydah" und ihre eindrucksvollen Reichtümer. Seither hat er 200.000 Fundstücke dokumentiert, darunter Gold, Kanonen und sogar das Bein eines Schiffsjungen. Doch erst jetzt hat er Hinweise, dass vielleicht noch weit mehr Münzen dort liegen als die rund 12.000, die er bereits aufgelistet hat.


Der im April verstorbene "Whydah"-Historiker Ken Kinkor entdeckte vor seinem Tod nämlich ein Dokument aus der Kolonialzeit, wonach Bellamy in den Wochen vor dem Untergang noch zwei Schiffe auf ihrem Weg nach Jamaika gekapert hatte. "Man erzählt, dass in jenen Schiffen 400.000 Stück 8/8 waren", heißt es da.
8/8 steht nach Angaben Cliffords für eine Unze (28 Gramm), das Gewicht der größten Münze in dieser Zeit. "Jetzt wissen wir, dass irgendwo dort draußen weitere 400.000 Münzen liegen", sagt er.

Der Metalldetektor schlug an


Bei seinem Tauchgang Anfang September könnte er die Stelle gefunden haben. Als Clifford etwa 10,5 Meter unterhalb der Wasseroberfläche eine Grube aushob und seinen Taucher Rocco Paccione hinunter schickte, machte sich dieser keine großen Hoffnungen. Doch dann schlug sein Metalldetektor sofort an. "Diese Grube war überall ziemlich heiß", sagt er.
Das Bemerkenswerteste, was Paccione nach oben brachte, war eine unförmige, steinartige Masse aus Metallen, die mit Salzwasser reagiert hatten. Röntgenuntersuchungen zufolge handelte es sich um Münzen, manche davon offensichtlich so gestapelt, als wären sie in Beuteln verstaut gewesen, was laut einem Überlebenden der "Whydah" bei der Mannschaft so üblich war.
Verkaufen will Clifford die gehobenen Schätze der "Whydah" nicht. Auch die Münzen werde er nie einzeln veräußern, betont er, schließlich seien sie historische Fundstücke und keine Handelsware. Doch manche verschenkte er als Erinnerungsstücke. Zwei wurden von einem Auktionshaus in Florida versteigert, eine erlöste umgerechnet rund 8600 Euro.
Auktionator Augi Garcia erwartet einen Preisverfall, wenn nun Zehntausende "Whydah"-Münzen den Markt überschwemmen. Doch eine Münze könnte nach seiner Einschätzung immer noch rund 1000 Dollar (rund 754 Euro) wert sein.

Ausgehobene Gruben fallen wieder zusammen


Warum die "Whydah" auch Jahrzehnte nach ihrer Entdeckung noch Schätze birgt, erklärt Archäologe Ed Rodley, der Fundstücke des Piratenschatzes an der Universität von Massachusetts in Boston erforschte: Das Wrack liege am Rande einer Brandungszone. Um das Forschungsboot an der richtigen Stelle zu halten, braucht Clifford sieben Anker. Auch der Ozeanboden sei dort immer in Bewegung. Von den Archäologen ausgehobene Gruben fallen nach seinen Angaben innerhalb von Stunden wieder zusammen.
Umso beeindruckender findet er die über die Jahre gehobenen Schätze: "Wahnsinn, was aus dieser Fundstätte heraus kam und immer noch kommt, Jahr um Jahr."
Quelltext: http://www.welt.de/vermischtes/kurio...er-Wracks.html

Was zur Ansicht
https://www.google.de/search?q=whyda...w=1024&bih=467

Geändert von Andy63 (11.09.2013 um 15:39 Uhr)
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Alt 16.09.2013, 14:03   #2
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400.000 Münzen zu je 1.000 $ macht ja nur läppische 400 Millionen Dollar...
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