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Alt 06.10.2010, 16:21   #1
jaeger8
 
Benutzerbild von jaeger8
 
Registriert seit: 21.02.2010
Beiträge: 457
Standard Bodenfund an der Karnischen Front

Hallo zusammen,
letztes Wochenende war ich wieder einmal an der Karnischen Frontlinie in Kärnten unterwegs.
In circa 2000m fand ich dann die Spaten, die Granatreste (Hülse oder weiß nicht), Teil eines Essgeschirrs mit Schrapnelltreffer und Einschüssen.
Bei der Granate (Hülse) circa 60 Durchmesser, würde mich interessieren ob solch eine Verformung öfters vorkam oder doch schon seltener ist. Von den Spaten habe ich nur 5 Stk. mitgenommen, die restlichen waren doch schon zu stark verrostet. Bei allen sind noch Holzreste drinnen. Aber ist schon ein Wahnsinn wenn man die Erhaltung sieht, nach mind. 93 Jahren in 2000m Höhe. Von einem Einheimischen habe ich dann einen Hinweis für meine nächste Tour bekommen. Wird dieses Jahr aber nicht mehr Schneebedingt hinhauen. (Sind ja auch von hier 850 Kilometer hin)
Gruß Jaeger8
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Alt 06.10.2010, 16:27   #2
Auseklis
 
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Zitat:
Zitat von jaeger8 Beitrag anzeigen
Bei der Granate (Hülse) circa 60 Durchmesser, würde mich interessieren ob solch eine Verformung öfters vorkam oder doch schon seltener ist.
Sieht aus wie die Antriebseinheit einer Rakete.
Auseklis ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.10.2010, 16:50   #3
jaeger8
 
Benutzerbild von jaeger8
 
Registriert seit: 21.02.2010
Beiträge: 457
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Hier noch einmal ein Nachtrag mit vielleicht besseren Bildern.
Mir ist nicht bekannt dass in den Kämpfen an der Karnischen Front zwischen Mai 1915 und Oktober 1917 Raketen eingestzt wurden. Minenwerfer und Gewehrgranaten ja, aber Raketen?
Übrigens, die Fundstücke stammen aus einer österreichischen Stellung. Circa 50m und 100 Höhenmeter darüber lagen die Italiener.
Gruß Jaeger8
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Alt 06.10.2010, 17:01   #4
Auseklis
 
Registriert seit: 22.08.2010
Ort: Wehrkreis VI und XVII
Beiträge: 4,491
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Nur wegen der optischen Ähnlichkeit...

Hier mal meine russische M13 (Stalinorgel) Antriebseinheit:
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Alt 07.10.2010, 20:41   #5
Adson
 
Registriert seit: 21.08.2008
Beiträge: 139
Standard Karnische Front

Hallo Jäger08,

tut mir leid, ich habe keine Erklärung, um was für eine Granate es sich bei Deinem Fund handeln könnte. Das beiderseitige "aufpilzen" finde ich eher ungewöhnlich. Die meisten Granatreste, die ich bisher gesehen habe, sind nur an einer Seite aufgeplatzt. Bei Schrapnellen z.B. ist das durch die Bauart und den Zweck (fast) immer der Fall.

Ich finde es allerdings viel bemerkenswerter, dass Du interessante Touren ins Hochgebirge unternimmst und dort nach den Spuren des Weltkrieges suchst. Respekt, was treibt Dich an?

Gruß Adson
Adson ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.10.2010, 09:22   #6
jaeger8
 
Benutzerbild von jaeger8
 
Registriert seit: 21.02.2010
Beiträge: 457
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Zitat:
Zitat von Adson Beitrag anzeigen
Hallo Jäger08,

tut mir leid, ich habe keine Erklärung, um was für eine Granate es sich bei Deinem Fund handeln könnte. Das beiderseitige "aufpilzen" finde ich eher ungewöhnlich. Die meisten Granatreste, die ich bisher gesehen habe, sind nur an einer Seite aufgeplatzt. Bei Schrapnellen z.B. ist das durch die Bauart und den Zweck (fast) immer der Fall.

Ich finde es allerdings viel bemerkenswerter, dass Du interessante Touren ins Hochgebirge unternimmst und dort nach den Spuren des Weltkrieges suchst. Respekt, was treibt Dich an?

Gruß Adson
Hallo Adson,
die "aufgepilzte" Granate ist die zweite die ich von dort oben kenne. (Eine habe ich jetzt)Aufgrund der Original-Militärkarten in meinem Besitz mit eingezeichneten Stellungsverläufen und Standpunkten der Artillerie, weiß ich einigermaßen mit welchen Kalibern dort geschossen wurde. Auch besitze ich die Gefechtsberichte in denen selbst der jeweilige Munitionsbedarf- und Verbrauch angegeben ist. Ich vermute auch ein Schrappnell, allerdings haben die Schrappnellhüllsen die ich habe, alle ein anderes Kaliber.
Also vielleicht doch eine Granate eines Gebirgsgeschützes nach Direktbeschuss?
Was mich antreibt? Mein Großvater war Angehöriger des Deutschen Alpenkorps.
Gruß Jaeger8
jaeger8 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.10.2010, 20:41   #7
Adson
 
Registriert seit: 21.08.2008
Beiträge: 139
Standard Karnische Front/ Alpenkorps

Hallo Jaeger8,

hast Du zufällig die Auktion bei ebay vor ein paar Wochen beobachtet, bei der ein Helm des Alpenkorps versteigert wurde? Der Helm hat einen exorbitant hohen Preis erzielt (ich glaube ca. 600 €). Der Helm war wirklich toll, mit Edelweisemblem und original Innenfutter. Ich finde das bedenklich, da man die Echtheit anhand der Bilder nicht wirklich einschätzen kann.

Was meinst Du mit "Direktbeschuss"? Wäre es möglich, dass die Granate nicht nach einem Abschuss explodiert ist, sondern z.B. weil die Munitionskiste in der sie lag Feuer gefangen hat und so die Granate "unsachgemäß" gezündet wurde? Das könnte vielleicht die Ausdehnung an beiden Enden erklären. Bei Schrapnellen wurde z.T. die Bodenplatte glatt abgesprengt, wenn die Ladung losgegangen ist. Ich habe welche gesehen, die wie ein abgesägtes Ofenrohr aussahen, mit einer leichten Wölbung nach außen an der Zünderseite. Außerdem fehelen an Deinem Fundstück auch Hinweise auf den Führungsring oder habe ich das übersehen?

Grüße Adson
Adson ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.10.2010, 22:01   #8
Auseklis
 
Registriert seit: 22.08.2010
Ort: Wehrkreis VI und XVII
Beiträge: 4,491
Standard

... ist auch ein wenig dickwandig für eine Artilleriehülse.

Ich will nicht mit der Raketenidee rumnerfen, aber wie wäre es mit einem Leinenwurfgerät?
Auseklis ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2013, 11:14   #9
Ljotcik
 
Registriert seit: 09.08.2013
Beiträge: 1
Standard

Mich würde interessieren, war das deine ganze Ausbeute in diesem Gebiet?
Ljotcik ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.12.2013, 16:51   #10
Schloss36
 
Registriert seit: 27.12.2007
Beiträge: 2
Standard

Zitat:
Zitat von jaeger8 Beitrag anzeigen
Hier noch einmal ein Nachtrag mit vielleicht besseren Bildern.
Mir ist nicht bekannt dass in den Kämpfen an der Karnischen Front zwischen Mai 1915 und Oktober 1917 Raketen eingestzt wurden. Minenwerfer und Gewehrgranaten ja, aber Raketen?
Übrigens, die Fundstücke stammen aus einer österreichischen Stellung. Circa 50m und 100 Höhenmeter darüber lagen die Italiener.
Gruß Jaeger8
Servus! Ich habe auch so'was an der Dolomitenfront u.Ortigara, MOnte Pina gefunden. Es handelt sich um Bengalore Stahlroehre die mi Dinamit geladen ware und wurden unter die Drahtverhaue gelegt un durch....Zigarre angezuendet ! Mein Grossonkel war damals dabei u.hat so'was mitgemacht. Gruesse aus Florenz.
Schloss36 ist offline   Mit Zitat antworten
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