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Alt 23.07.2005, 22:52   #1
drumangeln
 
Registriert seit: 24.07.2004
Beiträge: 139
Standard Führerhauptquartier Wolfsschanze

Guten Abend zusammen

Die Forensuche habe ich schon benutzt und gemerkt das wir noch kein Thema über Hitlers Führerhauptquartier Wolfsschanze haben!

Mich Interessiert dieses FHQ schon ewig und ich würde dort sehr gerne mal hin wenn es nicht so weit weg wäre. Bei Königsberg liegt es glaube ich wenn ich mich richtig entsinne.

War von Euch schon mal jemand vor Ort und hat aktuelle Bilder der Wolfsschanze?

Gruß
Drumangeln

PS.: In letzter Zeit habe ich Gerüchte gehört, dass das FHQ vor kurzem abgerissen und gesprengt worden sei. Ich glaub das aber weniger denn es zieht ja Tausende von Touristen im Jahr an.
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Alt 24.07.2005, 03:47   #2
Paul1
 
Registriert seit: 15.01.2005
Beiträge: 8
Standard RE: Führerhauptquartier Wolfsschanze

Moin
Ist ein schönes Thema.Also wenn du in Königsberg bist und suchst die Wolfschanze bist du falsch.Richtung Allenstein.Ich war schon des öfteren da .Wenn du da hinfährst besorge dir die Literatur dazu und zwar aus Deutschland.Gibt mehrere Bücher darüber." Die Wolfschanze " von Neumärker Conrad Woywodt ist ganz gut.Wenn du dann da bist dann mache deine Tour alleine ist besser oder du holst dir in der ehemaligen SS Wache Kartenmaterial.Auch gibt es da einen Polen der die führung macht.Ist ganz interessant.Dann gibt es auch da viele Bücher im Angebot aber die sind so schlecht verarbeitet das die nach einer Zeit auseinanderfallen. Schlecht gebunden.Mit ein wenig Glück findest du auch ein paar ältere Herren aus Deutschland die sich da sehr gut auskennen.

Gruss Paul1
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Alt 27.08.2005, 08:55   #3
Knut Hamsun
 
Registriert seit: 26.08.2005
Beiträge: 61
Standard RE: Führerhauptquartier Wolfsschanze

Guten Tag zusammen!
Da sich das ehem. FHQ auf polnisch verwaltetem Territorium befindet, ist nicht zu erwarten, das die Ruinenreste entfernt werden (wie am Obersalzberg). Es finden organisierte Fahrten zur Wolfsschanze statt und Autoren bieten ihre Literatur zu diesem Thema wohlfeil.
Buchtip:
Führerhauptquartier Wolfschanze 1940-1945, 25,80 Euro
(Walter Frentz hat der Nachwelt viele interessante Farbfotos hinterlassen, nur leider kurze Infos zum Thema)
Filmtip:
Video: FHQ Wolfschanze,29,95 Euro
(einzige mir bekannte Filmdoku zu diesem Thema, damals - heute Aufnahmen)
Beste Grüße
Knut
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Alt 20.10.2005, 01:22   #4
Mazi
 
Registriert seit: 25.05.2004
Beiträge: 20
Standard

Hallo Zusammen!
Da ja hier im Forum das Interesse an Fotos der Wolfsschanze besteht, habe ich mich mal auf eine Weite Reise in die Urwälder Ostpreussens begeben, um euch aktuelle Bilder und Informationen zu diesem FHQ zu präsentieren.
Leider bin ich kein Profifotograf und zudem herrschen im Wald schwierige Lichtverhältnisse; darum bitte ich die Qualität einzelner Bilder zu entschuldigen.
Zunächst eine kurze Einleitung:

Das Führerhauptquartier „Wolfsschanze“

Auf Anweisung Hitlers sollte in der Nähe der russischen Grenze in Ostpreussen ein neues FHQ entstehen, von dem aus Kriegsoperationen in Frontnähe geleitet werden konnten.
Den Nahmen „Wolfsschanze“ leitet sich aus Hitlers Pseudonym („Herr Wolf“) ab, das er in den 20ern in seiner privaten Korrespondenz verwendete.
Mit der suche nach einem geeignetem Ort befasste sich eine Gruppe von Stabsoffizieren und Bausachverständigen. Den idealen Ort fand man im Forst Görlitz, nähe Ratenburg (heute Ketrzyn). Hitler konnte sich hier in unmittelbarer nähe der Front aufhalten, die masurischen Seen boten vom Osten her eine natürliche Sperre.
Mit dem Bau der Anlage begann die „Organisation Todt“ im Herbst 1940 unter dem Decknamen „Chemische werke Askania“. Hier arbeiteten zwischen 1940 und 1944 ca. 20000 Menschen (keine Zwangsarbeiter!). Das Gelände umfasste ca. 2,5 Quadratkilometer und war in drei Sperrkreise unterteilt.
Die Wolfsschanze hatte ein eigenes Bahngleis mit getarntem Bahnhof, Elektroturbinen,
direkte Femmeldeverbindungen mit Berlin sowie mit den wichtigsten Stellen an den Fronten.
Alle Wege und Pfade sowie die kleinsten unbewaldeten Stellen zwischen den Bunkern waren
mit Tarnnetzen überspannt, die der Jahreszeit entsprechend ausgewechselt wurden.
Sperrkreis I:
Hier befinden sich die Bunker von Hitler, Bohrmann, Keitel, Göring, Dr.Dietrich und Jodl. Weiterhin liegen hier die Bunker des Heerespersonalamtes, der pers. Adjudantur , des RSD und des SS-Begleitkomanndos.
Sperrkreis II:
Dieser Sperrkreis umgab den Sperrkreis I. Hier befinden sich die Bunker des Wehrmachtsführungsstabes und des FHQ-Kommandanten. Weiterhin befanden sich hier Fernschreibzentralen Offizierskasino, Luftschutzbunker , Albert Speer`s Bunker und Bunker für das Führerbegleitbataillon (FBB).
Sperrkreis III:
Dieser Kreis umfasste wiederum die Kreise I und II. Hier lagen Unterkünfte für das Begleit-Bataillon, Stellungen für PAK, FLAK, und Maschinengewehre.
Insgesamt gab es in der Anlage mehr als 80 Objekte. Die schweren Luftschutzbunker hatten Decken- und Wandstärken von 5-8m.
Das Gelände wurde durch ein ca. 150m breites Minenfeld umgeben, wo über 50000 Minen vergraben wurden.
Erst 1955 war die Räumung des Minenfeldes abgeschlossen.
Den äußersten Sicherungsring bildete das Führer-Begleit-Bataillon, augerüstet mit schnellen Kraftfahrzeugen, Motorrädern, gepanzerten Fahrzeugen, sowie Panzer- und Flugabwehrwaffen. Ca. 70 km entfernt war ein Bataillon Luftlandetruppen stationiert, welches bei einem Angriff auf die Wolfsschanze auf dem Gelände des HQs landen sollte.
Für die innere Sicherheit der Wolfsschanze waren der Reichssicherheitsdienst (RSD) und das SS-Begleitkommando. Verantwortlich.
Hitler verbrachte hier mehr als 800 Tage. Zwei Tage nach dem Angriff auf die Sowjetunion, am 24.6.1941, traf er hier ein und verließ die Wolfsschanze am 20. November 1944 zum letzten mal.
Am 24. Januar 1945 sprengten deutsche Pioniere, drei Tage vor Einmarsch der Russen, alle Objekte. Das Gelände wurde ohne Kampf aufgegeben.
Seit 1959 steht das Gelände dem Tourismus zur Verfügung, jährlich besuchen ca. 400000 Turis die Ruinen der Wolfsschanze.

Legende zur Karte

1. SS-Begleitkommando
2. SS-Begleitkommando, RSD
3. Lagebaracke
4. RSD
5. SS-Begleitkommando
6. Gästebunker
7. Stenographenbaracke
8. Hitlers Leibwachenchef, Poststelle
9.
10. Lagerraum für Vorräte
11. Bormanns Luftschutzbunker
12. Flakbunker
13. Führerbunker, Adolf Hitler
14. Löschwasserbecken
15. Reichsmarschallhaus
16. Görings Luftschutzbunker
17. Chef des WFSt., Alfred Jodl
18. Kasino II
19. Chef des OKW, Wilhelm Keitel
20. Adjudantur, Heerespersonalamt
21. Nachrichtenbunker
22. Garagen
23.
24. Verbindungsstab OKL
25. Verbindungsstab OKM
26. Allgemeiner Luftschutzbunker
27. Führer-Begleit-Bataillon
28. Haus von Albert Speer
29. Ribbentrops Verbindungsstab
A Kommandant des FHQ
B Haus von M.Bormann
C Kasino WFSt.
D Stab FBB
E Kasino I und neues Teehaus
F Friedhof
H Krankenhaus
L Wache
M Kino
N Nachrichtenbunker, Telefonzentrale
O Fahrerunterkunft
R Reichspressechef
S Sondersperrkreis
T Altes Teehaus
U Gen. Walter Warlimont
V Verbindungsoffiziere
W Wehrmachtsführungsstab
Z Sauna
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Alt 20.10.2005, 01:34   #5
Mazi
 
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Beginnen Wir den kleinen Rundgang am Parkplatz

Bild1: #1 SS-Begleitkommando, heute Hotel und Restaurant
Bild2: #2 Unterkunft RSD
Bild3: #3 Lagebaracke (Hier fand am 20. Juli 1944 das mißglückte Attentat auf Hitler statt)
Bild4: #4 RSD, heute Souvenirshop mit Modell der Anlage
Bild5: Modell der Anlage
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Alt 20.10.2005, 01:38   #6
Mazi
 
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Bild6: #6 Gästebunker
Bild7: #6
Bild8: #6
Bild9: #6
Bild10: #6
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Alt 20.10.2005, 01:48   #7
Mazi
 
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Bild1: #7 Stenographenbaracke
Bild2: #8 Leibwachenchef, Poststelle
Bild3: #10 Unterirdischer Lagerraum für Vorräte, ca. 30 qm (kl. Anmerkung: Auf dem Gelände gibt es nur sehr,sehr wenige Bauten unter der Erdoberfläche und keine Tunnel oder Verbindungsgänge, wegen des hohen Grundwasserspiegels, welchen ich hier "hautnah" erleben durfte )
Bild4: #10
Bild5 #10
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Alt 20.10.2005, 01:52   #8
Mazi
 
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Bild1: #11 Martin Bormanns Luftschutzbunker
Bild2: #11
Bild3: #11
Bild4: #11
Bild5: #11
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Alt 20.10.2005, 02:02   #9
Mazi
 
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Bild1: #11 Aussenwand des Bunkers, eines der bekanntesten Motive
Bild2: #12 Flakbunker
Bild3: #12
Bild4: #13 Hitlers Luftschutzbunker
Von diesem Bunker steht nur noch die hier gezeigte Aussenwand.
11 m hoch, 36x36 m lang, 6 m dicke Wände, 8 m dicke Decke.
Berechnungen zufolge benötigte man für die Sprengung ca.12t Sprengstoff.
Albert Speer nannte den Bunker altägyptisches Grabmal, Mausoleum des Führers.
Bild5: #13 Anbau
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Alt 20.10.2005, 02:08   #10
Mazi
 
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Bild1: #13 Anbau
Bild2: #13 Gang in der Bunkerwand
Bild3: #13 Boden mit Gitter zum Kellergang abgesichert
Bild4: #13 Riss durch die Sprengung in der 6m Wand
Bild5: #13 Nochmal Kellergänge
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